Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Erster Rammschlag für die Erweiterung in Cuxhaven

Offshore-Hafen wird weiter entwickelt


Pressemitteilung Nr. 117/2010

CUXHAVEN. Nur 14 Monate nach der Eröffnung der Offshore-Basis in Cuxhaven hat heute Umweltminister Hans-Heinrich Sander für die Niedersächsische Landesregierung den ersten Rammschlag für die Erweiterung des Offshore-Hafens ausgelöst. Damit beginnen die Bauarbeiten für drei weitere Liegeplätze, die insgesamt eine Hafenfläche von rund neun Hektar entlang der Elbe umfassen.

„Die geplanten Offshore-Windparks sind zwingend auf leistungsfähige Hafenstandorte an der deutschen Nordseeküste angewiesen. Unseren niedersächsischen Seehäfen kommt eine zentrale Stellung in der Wertschöpfungskette zu. Wir wollen und müssen den Häfen sowie der vor- und nachgelagerten Wirtschaft bestmögliche Bedingungen bieten, damit hier noch mehr Arbeitsplätze entstehen können", sagte Sander.

Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG investiert als landeseigenes Hafenunternehmen insgesamt 65 Mio. Euro in die Infrastruktur. Der Hafenneubau unterteilt sich in drei Schiffsliegeplätze mit einer Gesamtlänge von 610 Metern. Des Weiteren wird zur Ableitung der Strömung noch eine Mole mit einer Gesamtlänge von ca. 70 Metern hergestellt.

„Diese Hafenanlage ist eine multifunktionale öffentliche Hafeneinrichtung, die besonders auf die Bedürfnisse der Offshore-Industrie ausgelegt ist. Wir entwickeln damit Cuxhaven zum Offshore-Hafen Nr. 1 in Europa", betont Dr. Jens-Albert Oppel, Geschäftsführer von Niedersachsen Ports.

Eine wichtige Voraussetzungen für Offshore-Häfen sind neben der geografischen Lage, der Erreichbarkeit und dem Tiefgang insbesondere die Tragfähigkeit und die Größe der Lager- und Rangierflächen. Der gesamte neue Hafenbereich ist für Lasten von zehn Tonnen pro Quadratmeter ausgelegt, der Katamaranliegeplatz sowie die Zufahrtstraße werden Lasten einer komplett montierten Offshore-Windanlage aufnehmen können. Die Erschließung der Hafenanlage erfolgt über eine 60 Meter breite Deichrampe die ebenfalls für Schwerlastverkehr konzipiert wurde.

Die STRABAG Offshore-Wind GmbH plant, in Cuxhaven auf einer 50 Hektar großen Industriefläche Produktionsstätten für Schwerlastfundamente zu errichten. Die Betonelemente sollen in Offshore-Windparks in der Nordsee als Gründung eingesetzt werden.

In unmittelbarer Nähe bereits etabliert sind die Unternehmen Cuxhaven Steel Construction GmbH (CSC) und AMBAU GmbH. CSC baut und montiert im Auftrag der BARD Engineering GmbH Gründungsstrukturen für Offshore-Windenergieanlagen, während AMBAU Offshore-Türme für verschiedene Hersteller von Windenergieanlagen in Serie produziert. Der bestehende Offshore-Hafenbereich in Cuxhaven wird zur Verschiffung der Komponenten und Anlagen genutzt.

Die Bauarbeiten für die Erweiterung des Offshore-Basishafens wurden im November 2009 europaweit ausgeschrieben und Ende Februar 2010 an die Bietergemeinschaft F + Z, Tagu, Möbius und Hirdes vergeben

Artikel-Informationen

21.05.2010

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