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Atomkraftwerk Emsland nach Anlagenrevision wieder am Netz

Pressemitteilung Nr. 90/2017



Das Atomkraftwerk Emsland (KKE) ist seit Mittwoch, den 31. Mai, nach Abschluss der jährlichen Anlagenrevision mit Brennelementwechsel wieder am Netz.


Insgesamt wurden während der Revision unter anderem rund 820 wiederkehrende Prüfungen durchgeführt. Sicherheitstechnisch relevante Abweichungen sind dabei nicht aufgetreten. Während des Stillstands wurden 44 der insgesamt 193 Brennelemente gegen neue ausgetauscht und bereits eingesetzte Brennelemente inspiziert. Hierbei wurde an insgesamt drei Brennelementen jeweils eine gebrochene Niederhaltefeder festgestellt. Niederhaltfedern dienen zur korrekten Positionierung des Brennelementes, in jedem Brennelement des betroffenen Typs sind 16 Niederhaltefedern verbaut. Die betroffenen Brennelemente wurden nicht wieder eingesetzt.


Ein weiteres meldepflichtiges Ereignis ereignete sich bei Prüfungen von Befestigungen von Schaltern zur Stellungsanzeige an zwei Armaturen, deren Funktion jedoch jederzeit gewährleistet war.


Beide Ereignisse wurden der zuständigen Aufsichtsbehörde fristgerecht gemäß Kriterium N 2.1.2 der atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) gemeldet.


Weitere Prüfungen sicherheitstechnisch wichtiger Komponenten wurden ohne Auffälligkeiten abgeschlossen.


Alle für die nukleare Sicherheit bedeutsamen Revisionsarbeiten wurden vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz und zugezogenen Sachverständigen des TÜV Nord EnSys (Hannover), der TÜV Nord Bautechnik (Hamburg) intensiv kontrolliert und überprüft. Diese Prüfungen bestätigten, dass keine Abweichungen vom genehmigten Zustand der Anlage vorliegen, die Zustimmung zum Wiederanfahren ist erteilt worden.


Artikel-Informationen

01.06.2017

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