Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Statement zum aktuellen Sturmgeschehen

Pressemitteilung Nr.: 190/2017


Stefan Wenzel, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz:


"Der frühe Herbststurm hat in den letzten 24 Stunden heftige Schäden an der Infrastruktur verursacht. Es sind sieben Tote zu beklagen, unzählige Menschen sind verletzt worden. Die Einstellung des gesamten Zugverkehrs in Norddeutschland traf viele Menschen auf dem Heimweg. Die Folgen immer neuer Extremwetterereignisse kommen uns teuer zu stehen. Jedes Einzelereignis kann auch statistischer Zufall sein, allerdings stellen Klimaforscher und Versicherer seit Jahren eine eindeutige Zunahme von Extremwetter fest. In diesem Jahr haben die lang anhaltenden Regenfälle, mehrere Hochwasser und das Sturmgeschehen zu heftigen Auswirkungen auf Wirtschaft und Landwirtschaft sowie in Privathaushalten geführt.


Erst gestern wurde gemeldet, dass sich durch die Starkregenereignisse des vergangenen Jahres die Versicherungsschäden verzehnfacht haben.


Naturgefahren schlugen in Deutschland im vergangenen Jahr bei versicherten Schäden insgesamt mit mehr als 2,5 Milliarden Euro zu Buche.


Die schweren Unwetter in diesem Sommer hätten laut den Versicherungen Kosten von
600 Millionen Euro verursacht.


Vor einer Zunahme von Extremwetterereignissen darf niemand die Augen verschließen. Völlig unverantwortlich ist zudem, wenn in bestimmten Kreisen der Zusammenhang mit den Gefahren des Klimawandels geleugnet wird.


Wir brauchen mehr Klimaschutz und mehr Vorsorge beim Umwelt- und Naturschutz, damit die Balance unseres Ökosystems weltweit und hier bei uns in Niedersachsen nicht weiter destabilisiert wird.


Wir brauchen mehr Forschung, mehr Engagement im Kampf gegen den Klimawandel und mehr Unterstützung für die Kommunen, damit unsere Bevölkerung und Infrastruktur besser vor der Zunahme von Schäden durch Extremwetter geschützt werden."


Artikel-Informationen

06.10.2017

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