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Umweltminister Olaf Lies: Land investiert erneut 61,6 Millionen Euro in den Küstenschutz

Pressemitteilung 16/2019

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz stellt in diesem Jahr 61,6 Millionen Euro für Investitionen in den Küstenschutz bereit. Das teilte Umweltminister Olaf Lies am (heutigen) Montag in Hannover mit. „Der Schutz des Festlandes und der Inseln muss vor allem aufgrund des prognostizierten Klimawandels und des damit einhergehenden Anstiegs des Meeresspiegels weiter vorangebracht werden“, sagte der Minister. „Mit diesen Mitteln werden die Träger der Deicherhaltung den Schutz des Festlands und der Inseln weiter nachhaltig verbessern.“

Für Baumaßnahmen der Deichverbände sind in diesem Jahr rund 33 Millionen Euro vorgesehen. Hiervon entfallen knapp 7,2 Millionen Euro auf die an der Tideelbe gelegenen Verbände. „Dieser Betrag wird in den kommenden Jahren weiter ansteigen, wenn die anstehenden Deichverstärkungen der Elbedeiche von der Planungs- in die Bauphase gelangen“, so Minister Lies. Ein weiterer Schwerpunkt des Mitteleinsatzes liegt im Umfeld des Jadebusens: Dort werden der II. und III. Oldenburgische Deichband insgesamt 9,5 Millionen Euro in die Deichsicherheit investieren können.

Voraussichtlich 19,5 Millionen Euro wird das Land für seine Vorhaben an der Festlandsküste und allgemeine Vorarbeiten ausgeben. Die mit Abstand kostenintensivste Maßnahme ist der Neubau der Hadelner Kanalschleuse bei Otterndorf, auf deren Finanzierung in diesem Jahr allein 10,6 Millionen Euro entfallen. Darüber hinaus soll eine Anzahl kleiner Vorhaben in Angriff genommen werden.

Für den Schutz der Ostfriesischen Inseln, die dem Angriff von Sturmfluten am stärksten ausgesetzt sind und als vorgelagertes Bollwerk auch dem Schutz der Küste dienen, sieht die Planung weitere 9,5 Millionen Euro vor. So soll der Ausbau des Dorfgrodendeiches auf Wangerooge planmäßig fortgeführt und Strandaufspülungen den Westkopf und die Deckwerke am Nordstrand von Norderney sichern. In Abhängigkeit vom weiteren Verlauf der Sturmflutsaison kann es noch zu Umplanungen kommen.

Die eingesetzten Gelder stammen zu 30 Prozent aus dem Landeshaushalt, 70 Prozent steuert der Bund im Rahmen der Bund/Länder Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes bei.

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