Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Umweltminister Wenzel weist Kritik des Bundes zum Netzausbau in Niedersachsen zurück

Pressemitteilung Nr. 25/2016


Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel hat die Kritik der Bundesregierung am Beitrag der Länder zum Ausbau der Stromtrassen zurückgewiesen. „Angesichts der Faktenlage hat der Bund allen Grund, zunächst seine eigenen Hausaufgaben zu erledigen", sagte Wenzel am (heutigen) Mittwoch in Hannover. „Während die Netzbetreiber bei Projekten, die von Behörden der Bundesländer genehmigt werden, mit unterschiedlichem Zwischenstand an der Realisierung ihrer Projekte arbeiten, ist bei den ländergrenzenüberschreitenden Netzausbaumaßnahmen in der Verantwortung der Bundesnetzagentur bislang noch kein neuer Netzkilometer genehmigt".

Der Minister wies darauf hin, dass die von Landesbehörden in Niedersachsen zu genehmigenden Netzausbaumaßnahmen derzeit insgesamt eine Trassenlänge von ca. 1.235 Kilometern an Land ergibt. 326 km seien genehmigt und gebaut. Rund ein Drittel befinde sich aktuell im Planfeststellungsverfahren (PLFV). Rund 150 Kilometer sind in Vorbereitung für das Planfeststellungsverfahren; knapp 200 Kilometer werden im Raumordnungsverfahren (ROV) bearbeitet. Für rund 230 Kilometer stehen die Antragsunterlagen der Vorhabenträger TenneT und Amprion noch aus.
Wenzel kritisierte, dass der Bundeswirtschaftsminister nicht benennt, dass in Niedersachsen bereits die 326 Trassenkilometer an Land konfliktarm und fristgerecht zur Anbindung der Offshorewindparks genehmigt, errichtet und in Betrieb genommen wurden. Damit seien in Niedersachsen schon mehr als ein Viertel der gesamten Trassenlänge genehmigt. Wenzel: „Die Energiewende, der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Ausbau der Stromnetze sind eine viel zu bedeutende Aufgabenstellung, als dass man diese Angelegenheit zwischen den Beteiligten zerreden lassen darf!"

Link zur Bundesnetzagentur: http://www.netzausbau.de/leitungsvorhaben/de.html





Grafik zum Netzausbau  
Artikel-Informationen

03.02.2016

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