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Zwischenfall bei GE Healthcare Buchler GmbH & Co. KG

Pressemitteilung Nr. 220/2017


Bei der Firma GE Healthcare Buchler GmbH & Co. KG in Braunschweig-Thune hat es am letzten Mittwoch einen Zwischenfall bei der Produktion von Kapseln mit radioaktivem Jod-131 für die medizinische Schilddrüsentherapie und -diagnostik gegeben. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz heute (Montag) mit.


Beim Ausschleusen eines Abfallbehälters aus einer Produktionsbox wurden ca. 40 ml radioaktiv belastete Flüssigkeit verschüttet. Die Produktion wurde sofort eingestellt und der betroffene Bereich unter Einhaltung aller erforderlichen Strahlenschutzmaßnahmen dekontaminiert. Das Ministerium wurde von der Firma fristgerecht informiert und hat daraufhin vor Ort alle erforderlichen Maßnahmen veranlasst.


Unter Zuziehung von Fachleuten des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wurden Proben aus der Raumluft des Produktionsbereichs und zur Beweissicherung Bodenproben in der Umgebung der Betriebsstätte genommen. Über die Raumabluft kam es zu einer Freisetzung von Jod-131 an die Umgebung. Dabei wurde die mit der Genehmigung festgelegte Tagesabgabe um ca. 40 ­Prozent überschritten. Ausbreitungsberechnungen ergaben jedoch keine nachweisbaren Messwerte für die Umgebung. Auch der Jahresgrenzwert für die Ableitung über die Luft gemäß § 47 Strahlenschutzverordnung wird weiterhin sicher eingehalten. Eine Gefährdung der Bevölkerung und der Umwelt besteht nicht. Eine Überschreitung der Grenzwerte der Strahlenschutzverordnung kann nach derzeitigem Erkenntnisstand ausgeschlossen werden. Durch den Vorfall kam es bei drei Mitarbeitern, die mit den Dekontaminationsarbeiten betraut waren, zu erhöhten Personendosen. Die Grenzwerte der Strahlenschutzverordnung für strahlenexponierte Personen wurden jedoch nicht überschritten.



Artikel-Informationen

27.11.2017

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