Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

Wenzel zur Hochwasserlage: "In Südniedersachsen noch keine Entspannung in Sicht"

Presseinformation Nr. 49/2013

HANNOVER. Angesichts der vom Deutschen Wetterdienst für den Zeitraum ab Donnerstagabend bis Samstagmorgen vorhergesagten Niederschläge ist nach Einschätzung des Niedersächsischen Ministers für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel noch keine Entspannung der Hochwasserlage zu erwarten. Besonders betroffen sind weiterhin die Flusseinzugsgebiete von Weser, Aller, Leine und Oker. An zahlreichen Pegeln sind die Hochwassermeldestufen überschritten worden, mancherorts wurde auch die höchste Warnstufe erreicht, und es kommt zu Überflutungen, sagte der Minister am Mittwoch in Hannover.

Wenzel, der sich bereits Anfang der Woche vor Ort im Landkreis Hildesheim über die Hochwassersituation informieren ließ, wies auf die große Bedeutung der rechtzeitigen Hochwasserinformation und Warnung als wichtiges Instrument des vorbeugenden Hochwasserschutzes hin. Das Land Niedersachsen trage mit der Hochwasservorhersagezentrale dazu bei, dass sich die für die unmittelbaren Schutzmaßnahmen zuständigen Kommunen und Verbände, aber auch die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig über die Entwicklungen informieren können. „Schnelle und ortsgenaue Informationen über Pegelstände sind eine der wichtigsten und effektivsten Maßnahmen im Hochwasserschutz“, sagte der Minister.

Im diesem Zusammenhang lobte Wenzel die Arbeit der Hilfsorganisationen, die teilweise rund um die Uhr bemüht sind, die Schäden durch Hochwasser so klein wie möglich zu halten.

Unter www.nlwkn.niedersachsen.de und www.pegelonline.nlwkn.niedersachsen.de sind die Daten der Wasserstände von 56 Binnenpegeln, die alle 15 Minuten gemessen und zeitnah eingestellt werden, abrufbar. Darüber hinaus werden dort auch aktuelle Hochwasserinformationen der Hochwasservorhersagezentrale des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) dokumentiert.

Im Einsatz befindet sich außerdem der überregionale Hochwasserwarndienst (ÜHWD), der vom NLWKN gemeinsam mit der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte betrieben wird und der Hochwassermeldungen für die Weser, Aller und Leine sowie deren Nebenflüssen herausgibt. Die Hochwasservorhersage des Landes kann seit Kurzem auch über die Handy-App „Pegelstände“ abgerufen werden.

Gerade bei einem aktuellen Hochwasserereignis zeige sich auch wieder die Bedeutung der Ermittlung von Überschwemmungsgebieten für den vorbeugenden Hochwasserschutz durch das Land. „Es gibt keine absolute Sicherheit vor Hochwasser“, sagte Wenzel. „Aber das Freihalten der Überschwemmungsgebiete ist der beste Hochwasserschutz. Entscheidend ist es, die Prioritäten richtig zu setzen und schon bei der Ausweisung von Baugebieten Überschwemmungsgebiete zu meiden und auf ausreichende Retentionsräume oder auch Muldenentwässerung zu setzen.“

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erstellt am:
29.05.2013

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