Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Fördermaßnahme "Mehrjährige Schonstreifen für den Ortolan" (FM BS 5)

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(Für die Fördermaßnahme (FM) kann 2017 ein Antrag auf Förderung gestellt werden.

Neue Anträge oder die flächenmäßige Erweiterung einer bestehenden Verpflichtung (sowohl bis zu 50 % als auch darüber hinaus) sind möglich, sofern die zuständige untere Naturschutzbehörde bei der Festlegung der konkreten Flächenlage beteiligt wird.

Es sind jedoch nur Streifen und keine anderen Flächenzuschnitte zulässig.)

Der Ortolan ist ein Vogel der Ackerlandschaft in niederschlagsarmen Regionen mit leichten Sandböden. Bei kleinteiliger Flächennutzung mit bestimmten Getreidearten, Leguminosen und Hackfrüchten findet er ideale Brutbedingungen. Allerdings werden zur Revierabgrenzung Singwarten am Rande der Ackerschläge benötigt. Dies sind alte Eichen in Alleen, Baumreihen oder an Gehölzrändern. Ist ein geeignetes Revier gefunden, wird das Nest in unmittelbarer Nähe zur Singwarte am Boden in Getreide (Wintergetreide) oder Hackfruchtfeldern (Kartoffeln) angelegt.

Ortolan
Ortolan
Landschaft für den Ortolan  
Landschaft für den Ortolan

Der Ortolan ist im Gegensatz zu früheren Jahren nur noch in wenigen Landkreisen Niedersachsens verbreitet. Die Art steht inzwischen auf der Roten Liste Niedersachsens, und zwar mit dem höchsten Gefährdungsgrad.

Durch die Förderung soll erreicht werden, dass Brutmöglichkeiten als Grundlage für die Vermehrung der Art vorhanden sind. Ziel ist die Erhaltung und ggf. Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes des Lebensraumes sowie die Aufrechterhaltung und ggf. Wiederherstellung einer stabilen, langfristig sich selbst tragenden Population durch eine ortolangerechte Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen.

Gefördert wird die Extensivierung von Anbauverfahren auf Ackerland zum Erhalt des Ortolans. Im Rahmen einer 5-jährigen Verpflichtung sind mehrjährige Schonflächen anzulegen und nach bestimmten Bedingungen zu bewirtschaften.

Die Schonstreifen müssen mindestens sechs und maximal 30 m breit sein.

Die betreffenden Flächen sind jährlich mit Getreide (außer Mais) ohne Untersaat als Hauptfrucht bis zum 15. April zu bestellen. Innerhalb der fünfjährigen Verpflichtung ist zweimal ein Getreide-Leguminosen-Gemenge bis zu diesem Termin anzubauen, das nicht geerntet wird.

Beim Getreideanbau darf vom 16. April bis einschließlich 15. Juli keine mechanische Bodenbearbeitung oder Ernte durchgeführt werden. Beim Getreide-Leguminosen-Gemenge ist das Abschlegeln des Aufwuchses ohne nachfolgenden Abtransport des Mähgutes frühestens ab dem 1. August zulässig.

Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und von Düngemitteln, die Stickstoff enthalten, ist ebenso wie eine Beregnung der geförderten Flächen untersagt.

Gefördert werden können Ackerflächen innerhalb einer festgelegten und jährlich angepassten Förderkulisse in den Landkreisen Diepholz, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Nienburg und Uelzen. Die derzeit gültige Förderkulisse können Sie hier einsehen.

Sonstiges

Weitere Fragen zu den konkreten Bewirtschaftungsbedingungen und Förderhöhen entnehmen Sie bitte dem zum Download beigefügten jeweiligen Merkblatt (s.o.) oder wenden sich an die für Sie zuständige UNB bzw. die für Sie zuständige Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Informationen insbesondere zur administrativen Abwicklung, wie z.B. zu Allgemeinen Teilnahmebedingungen, Antragsformularen, Muster für förderspezifische Aufzeichnungen einschl. erläuterndem Merkblatt, Frage-Antwort-Katalog etc. finden Sie auf den Seiten des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Merkblatt Anlage Blüh- und Schonstreifen

 BS 5 - Schonstreifen Ortolan
(PDF, 0,02 MB)

Artikel-Informationen

14.02.2017

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