Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Fördermaßnahme „Stoppelbrache für Tierarten der Agrarlandschaft" (FM BS 10)

SAB-Logos

(Für die Fördermaßnahme (FM) kann 2017 ein Antrag auf Förderung gestellt werden.

Die Fördermaßnahme wird in diesem Jahr erstmalig angeboten und steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Europäische Union. Die Antragstellung und eine evtl. Bewilligung kann deshalb nur unter Vorbehalt erfolgen.

Es sind sowohl Streifen als auch ganze Flächen zulässig. Die förderfähige Flächengröße ist allerdings auf 5 ha begrenzt.)


Tierarten der Feldflur (z.B. Rebhühner, Feldlerche, Feldhase) profitieren von einer reich strukturierten Kulturlandschaft. Der entscheidende Faktor ist hierbei die Verfügbarkeit von Deckung und Nahrung während des gesamten Jahresverlaufes. Einen Beitrag hierzu, auch zum Verbund von verschiedenen Biotopen, kann das Bereitstellen von Stoppelbrachen leisten.

Stoppelbrache Feldhase  
Stoppelbrache Ende September, Lebensraum für den Feldhasen

Gefördert wird die Anlage von einjährigen Stoppelstreifen bzw. Stoppelflächen auf Ackerland für den Erhalt von Schutz-, Nahrungs- oder Rückzugsflächen für Tierarten der Agrarlandschaft.

Nach der Ernte von Getreide (außer Mais) ist ein Stoppelstreifen mit einer Breite von mindestens 6 und maximal 30 Metern oder eine Stoppelfläche mit einer Breite von mindestens 6 m und mit einer Größe von max. 2 ha zu belassen. Andere Flächenzuschnitte sind nicht zulässig. Der Standort der Stoppelstreifen bzw. Stoppelflächen kann jedes Jahr variieren. Es handelt sich um eine rotierende Verpflichtung.

Stoppelbracheflächen sind jährlich mit Getreide (außer Mais) als Hauptfrucht zu bestellen. Der Aufwuchs darf geerntet werden. Ein Häckseln des Aufwuchses ist möglich. Es müssen Stoppeln mit einer Mindesthöhe von 30 cm verbleiben.

Eine Bodenbearbeitung (einschließlich grubbern) ist frühestens ab dem 16. Oktober zulässig. Die Anwendung von Rodentiziden ist untersagt. Der Einsatz anderer Pflanzenschutzmittel sowie von Düngemitteln ist dagegen zulässig.


Stoppelstreifen  
Stoppelstreifen (12 m x 600 m)

Zur Steigerung der Umweltleistung können folgende Zuschläge jährlich vereinbart werden:

A Beteiligung der unteren Naturschutzbehörde bei der Festlegung der Lage der Stoppelstreifen bzw. Stoppelflächen

B Ernte-/ Nutzungsverzicht bis zum 15.10.

C Stoppelbrache bzw. Ernte-/Nutzungsverzicht bis zum 15.02. des Folgejahres

Gefördert werden können Ackerflächen innerhalb einer festgelegten und jährlich angepassten Förderkulisse in den Landkreisen Göttingen, Goslar, Helmstedt, Hildesheim, Northeim, Osterode, Peine, Schaumburg und Wolfenbüttel sowie den Städten Braunschweig, Göttingen, Hildesheim, Salzgitter und der Region Hannover. Die derzeit gültige Förderkulisse können Sie hier einsehen.

Sonstiges

Weitere Fragen zu den konkreten Bewirtschaftungsbedingungen und Förderhöhen entnehmen Sie bitte dem zum Download beigefügten jeweiligen Merkblatt (s.o.) oder wenden sich an die für Sie zuständige UNB bzw. die für Sie zuständige Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Informationen insbesondere zur administrativen Abwicklung, wie z.B. zu Allgemeinen Teilnahmebedingungen, Antragsformularen, Muster für förderspezifische Aufzeichnungen einschl. erläuterndem Merkblatt, Frage-Antwort-Katalog etc. finden Sie auf den Seiten des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.


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