Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Grenznatur

Von der Elbtalaue bis ins Eichsfeld reihen sich in Sachen Naturreichtum die Superlative an der östlichen Landesgrenze aneinander. Große, vergleichsweise zusammenhängende naturnahe Bereiche zeichnen die Flächen am Grünen Band aus. Von den 540 km, die Niedersachsens Grenze zu den östlichen Bundesländern misst, finden sich auf immerhin 350 km Bereiche von bundesweiter Bedeutung für den Naturschutz, darunter zum Beispiel der niedersächsische Drömling, das Tal der Ecker im Harz und die Elbaue zwischen Schnackenburg und Geesthacht.

Da ist es nicht überraschend, dass am Grünen Band noch Tierarten mit großen Raum- und Ruheansprüchen vorkommen, wie der scheue Schwarzstorch, der hier niedersächsische Verbreitungsschwerpunkte hat. Auch Tierarten wie der Laubfrosch, die abwechslungsreiche, wenig genutzte Offenland-Lebensräume mit Gewässern, Grünland, Hecken und Gebüschen benötigen, sind im Landesvergleich herausragend gut am Grünen Band vertreten.

Genetische Tauschbörse am Grünen Band

Angesichts des Naturreichtums am Grünen Band ist es kein Wunder, dass einige Arten diese Bereiche als Ausbreitungs- und Austauschkorridore nutzen. Ohne solche Räume bleiben Populationen isoliert, verarmen genetisch und sind schließlich nicht mehr lebensfähig. Die Wildkatze, der Fischotter und der Biber sind typische Arten, die das Grüne Band und naturnahe Bereiche im Umfeld als Wanderkorridore nutzen.

In ihrer Funktion als genetische Tauschbörse sind die niedersächsischen Flächen entlang des Grünen Bandes Teil eines großen Verbundes: Auf fast 1400 km entlang des ehemaligen „Eisernen Vorhangs" verläuft dieser Verbund durch Deutschland - mit Flächen beidseits des Grenzstreifens.

Natürlich Niedersachsen  

Der Biber profitiert von der Naturnähe vieler Bereiche entlang des Grünen Bandes. Eines der wesentlichsten Bibervorkommen Niedersachsens befindet sich im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue.

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