Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Der Heinz-Sielmann-Saal im Umweltministerium

Am 12. Januar 2017 wurde der Heinz-Sielmann-Saal im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz von Umweltminister Stefan Wenzel eingeweiht:

„Heinz Sielmann hat im Nachkriegsdeutschland das neue Genre der Naturfilme etabliert und jahrzehntelang vor allem mit seinen Fernsehbeiträgen maßgeblich dazu beigetragen, dass ganze Generationen von Kindern und Jugendlichen sich für den Natur- und Artenschutz begeistern konnten. Wir verstehen die Namensgebung als Auftrag, noch intensiver für die Schätze der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu werben und den Umweltschutz zu stärken!"

Heinz Sielmann (1917 - 2006)

„Wir können nur schützen, was wir auch kennen."

Heinz Sielmann war ein deutscher Tierfilmer, Kameramann, Produzent und Publizist.

Bereits in seiner frühen Kindheit fand Sielmann Interesse an den Tierfilmen, die vor den Hauptfilmen im Kino liefen. Dies führte zu dem frühen Wunsch, Tierfilmer zu werden. Seinen ersten Film „Vögel über Haff und Wiesen", noch als Stummfilm, drehte Sielmann bereits 1938 in Ostpreußen.

Gleichzeitig studierte er Biologie und Zoologie. Nach dem Krieg wurde Sielmann Kameramann für das Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht in München und drehte international anerkannte Naturfilme.

1994 erhielt Sielmann eine Honorarprofessur für Ökologie an der Fakultät für Biologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er war Herausgeber der Zeitschrift „Sielmanns Tierwelt", die Anfang der 1980er Jahre mit Bernhard Grzimeks Magazin „Das Tier" fusionierte.

Seit 1988, als er den Film „Tiere im Schatten der Grenze" drehte, engagierte sich Sielmann dafür, den „Todesstreifen" der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu Thüringen für den Naturschutz umzuwidmen. Als „Grünes Band Deutschland" ist das Naturschutzprojekt inzwischen Teil des „Grünen Bandes Europa".

Im Jahr 1994 wurde die Heinz-Sielmann-Stiftung gegründet, die seit 1996 auf Gut Herbigshagen bei Duderstadt ansässig ist. Die Stiftung will durch Ankauf und Pflege von Biotopen Lebensräume für bedrohte Arten schaffen underhalten.

Der Tierfilmer wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit Bundesfilmpreisen, dem Bundesverdienstkreuz und unzähligen Ehrenpreisen und Umweltmedaillen.

Heinz Sielmann starb am 6. Oktober 2006 in München. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Gelände der Heinz-Sielmann-Stiftung in der Franz-von-Assisi-Kapelle.

Inge Sielmann übernahm nach dem Tod Ihres Ehemanns den Vorsitz des Stiftungsrats. Neben dem unmittelbaren Naturschutz gilt ihr Interesse der Natur- und Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen.

 

Heinz Sielmann (© Heinz Sielmann Stiftung)

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