1. Forschungsprogramm der Bundesregierung
Forschungsarbeiten zu biologischen Wirkungen der Hochfrequenz von Hörfunk, TV und Mobilfunk werden bereits seit mehr als 40 Jahren durchgeführt. Über 12.000 wissenschaftliche Arbeiten lassen keine Anhaltspunkte erkennen, dass es bei den Leistungen und Frequenzen, mit denen die moderne Telekommunikation arbeitet, nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit gibt, wenn die anerkannten gesetzlich festgelegten Grenzwerte eingehalten sind.
Natürlich gibt es unter einer solchen Fülle von Untersuchungen immer auch Arbeiten, die negative Effekte vermuten. Die Materie ist allerdings so kompliziert, dass sie nur von Experten beurteilt werden kann. Deshalb startete das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter Federführung des Bundesamtes für Strahlenschutz das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm (DMF). Es hat ein Volumen von 17 Millionen Euro und wird je zur Hälfte durch das Bundesumweltministerium und den Netzbetreibern finanziert.
Das DMF umfasst im Zeitraum von 2002 bis 2006 insgesamt 52 Forschungsvorhaben aus Biologie, Dosimetrie, Epidemiologie und Risikokommunikation. Ziel ist es, grundsätzliche biologische Wirkungen und Mechanismen zu klären, sowie ggf. Ursachen einer möglichen Elektrosensibilität aufzudecken.
Zum Abschluss des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm soll 2006 eine öffentliche Tagung stattfinden, auf der sämtliche Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeiten präsentiert werden. Außerdem informiert die das Bundesamt für Strahlenschutz unter www.emf-forschungsprogramm.de laufend über Neuigkeiten rund um das DMF. Weitere Links zu wissenschaftlichen Institutionen und Datenbanken: