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Mobilfunk

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Unterschiede zwischen den Mobilfunktechniken GSM und UMTS

In Deutschland hielten 1992 die ersten digitalen Funknetze Einzug. Sie sind heute noch in Betrieb und beruhen auf dem internationalen Standard GSM (Global System for Mobile Communications). Insgesamt vergab die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) vier GSM-Lizenzen; an T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2. Von GSM existieren verschiedene Varianten, die sich im Wesentlichen durch die genutzte Frequenz unterscheiden. Die Netze von T-Mobile und Vodafone arbeiten größtenteils mit GSM-900 im Frequenzbereich von 900 MHz. E-Plus und O2 verwenden für ihre Netzwerke GSM-1800 mit Frequenzen von etwa 1800 MHz.

Global System for Mobile Communications basiert technisch auf einem Verfahren, das jeder Verbindung eine feste Frequenz zuteilt. Zusätzlich wird jede Frequenz in verschiedene Kanäle unterteilt. Das erreicht man, indem man genau festlegt, wer zu welcher Zeit senden darf. So können in einer Zelle bis zu acht Mobiltelefone die gleiche Frequenz verwenden, ohne sich gegenseitig zu stören.

2004 nahmen zusätzlich vier UMTS-Netze in Deutschland den Betrieb auf. Wieder sind T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 die Betreiber. UMTS steht für Universal Mobile Telecommunications System und ist ebenfalls ein internationaler Standard. Er nutzt den Frequenzbereich bei rund 2000 MHz. Das technische Verfahren unterscheidet sich wesentlich von GSM. Bei UMTS funken alle Telefone in einer Zelle gleichzeitig auf der gleichen Frequenz. Trotzdem kann man genau unterscheiden, welche Daten für wen bestimmt sind. Zuständig für die Unterscheidung ist ein Code, der weltweit genau einem Telefon zugeordnet ist und jeder Datenübertragung vorangestellt wird.

Bei UMTS tritt ein Effekt auf, der GSM-Netzen fremd ist. Während die Zellen bei GSM eine von den Funknetzplanern der Netzbetreiber genau festgelegte Größe haben, verändert sich die Größe der Zellen bei UMTS mit der Zahl der Nutzer. Je mehr Nutzer, desto kleiner ist die Reichweite einer Basisstation und desto kleiner die Zelle. Man sagt, die Zelle atmet. Diese "Beweglichkeit" der Zellen erschwert die Arbeit der Funknetzplaner, die trotz der wechselnden Größe des Abdeckungsbereichs der Basisstationen eine flächendeckende Versorgung sicherstellen müssen.

 

GSM-900

GSM-1800

UMTS

Netze in Deutschland

D1, D2

E-Plus, O2

D1, D2, E-Plus, O2

Frequenzbereich

890-960 MHz

1710-1880 MHz

1920-2170 MHz

Verfahren

Zeit- und Frequenzmultiplex

Zeit- und Frequenzmultiplex

Codemultiplex

 

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