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Sachstandsinformation zum Kernkraftwerk Stade

Standort

Stade

Reaktortyp / Hersteller

Druckwasserreaktor (DWR) / Siemens AG (Kraftwerksunion, KWU)

Nennleistung

ehemals 1892 MWtherm. / 672 MWel. brutto / 640 MWel. netto

[einschließlich Prozessdampf-Auskopplung für Saline - im Juni 2003 beendet]

Inbetriebnahme

Januar 1972

Leistungsbetriebsende

14.11.2003

Stilllegung

07.09.2005

Betreiberinnen

  • Kernkraftwerk Stade GmbH & Co. oHG, Hamburg
    [Gesellschafter: 2/3 E.ON Kernkraft GmbH, 1/3 Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH]
  • E.ON Kernkraft GmbH, Hannover [für die Betriebsführung verantwortlich]


Betriebsweise

Leistungsbetrieb bis 14.11.2003, anschließend Nachbetrieb bis 07.09.2005, seither Restbetrieb im Rahmen der Stilllegung.

Meldepflichtige Ereignisse

Seit Leistungsbetriebsende ausschließlich Ereignisse der untersten Meldekategorie N (normal) und der Stufe 0 der internationalen Bewertungsskala (keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung), die nur wenig über routinemäßige betriebstechnische Betriebsvorgänge hinausgehen, aber zur Erkennung und Behebung von Schwachstellen bereits im Vorfeld erfasst und ausgewertet werden.

Brennelemente

Uran-Brennelemente mit bis zu 4,00 % Anreicherung U-235, alle Brennelemente wurden im Nachbetrieb aus der Anlage zur Wiederaufarbeitung entfernt.

Erteilte Genehmigungen (seit Stilllegung in 09/2005)

1/2005: Stilllegung und Abbau (Stilllegung, Abbau Phase 1, Lager für radioaktive Abfälle)

1/2006: Abbau (Abbau Phase 2)

1/2008: Abbau (Abbau Phase 3 Teil A) [Abbau des Deckels des Reaktordruckbehälters, der Kerneinbauten, des Biologischen Schilds sowie anderer Systeme und Komponenten]

2/2008: Umgang mit sonstigen radioaktiven Stoffen aus dem Kernkraftwerk Würgassen

1/2009: Abbau (Abbau Phase 3 Teil B) [Abbau des Reaktordruckbehälters]

1/2011: Abbau (Abbau Phase 4)

Nachbetrieb

Vom Leistungsbetriebsende im November 2003 bis zur Stilllegung im September 2005 Nachbetrieb auf Grundlage eines bewerteten Nachbetriebskonzepts mit Abtransport aller Brennelemente, Anpassung der Anlage an Nachbetriebszustand (Außerbetriebnahme von Systemen, Demontage von Systemen, Komponenten, Anlagen und Einrichtungen soweit nicht in Errichtungsgenehmigungen enthalten, Maßnahmen zur Dekontamination von Systemen, Anpassung der Betriebsunterlagen).

Restbetrieb

Seit September 2005 im Rahmen der Stilllegung.

Stilllegung und Abbau

Errichtung und Betrieb eines Lagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle (Inbetriebnahme 06/2007, Betriebsdauer höchstens 40 Jahre).

Direkter Abbau der Anlage in fünf Phasen (die ersten vier Phasen mit atomrechtlichen Genehmigungen, die fünfte nur noch konventionell) bis etwa 2020.

Phase 1: Abbau von für den Restbetrieb der Anlage nicht mehr benötigten Anlagenteilen, Vorbereitung weiterer Abbauschritte, Schaffung nötiger Infrastruktur

Phase 2: Abbau der Großkomponenten im Reaktor-Sicherheitsbehälter

Phase 3: Abbau des Reaktordruckbehälters und des Biologischen Schilds

Phase 4: Abbau der restlichen kontaminierten Anlagenteile, Nachweis der Kontaminationsfreiheit, Entlassung der verbleibenden Strukturen aus der atomrechtlichen Überwachung

Phase 5: Konventioneller Abbruch der Gebäude

Tätigkeiten für Dritte

Umgang mit sonstigen radioaktiven Stoffen aus dem Kernkraftwerk Würgassen (Konditionierung von Verdampferkonzentrat mit mobilen Konditionierungsanlagen [2008-2011])

Genehmigungsverfahren

Stilllegung, Abbau Phase 1 und Lager für radioaktive Abfälle

  • Antrag nach § 7 Absatz 3 Atomgesetz vom 23.07.2001
  • Besprechung [Antragskonferenz] gemäß § 1b Abs. 1 Satz 2 AtVfV hinsichtlich der Umweltverträglichkeitsprüfung am 24.09.2002
  • Öffentlichkeitsbeteiligung (Bekanntmachung von 05/2003 bis 07/2003, Erörterungstermin am 11.11.2003)
  • Verfahren nach Art. 37 Euratom-Vertrag (in 04/2004 von der EU positiv abgeschlossen)
  • Genehmigungsbescheid 1/2005 zu Stilllegung und Abbau (Stilllegung, Abbau Phase 1, Lager für radioaktive Abfälle) vom 07.09.2005

Abbau Phase 2

  • Antrag nach § 7 Absatz 3 Atomgesetz vom 27.08.2004
  • Genehmigungsbescheid 1/2006 zu Abbau (Abbau Phase 2) vom 15.02.2006

Abbau Phase 3

  • Antrag nach § 7 Absatz 3 Atomgesetz vom 21.04.2006
  • Genehmigungsbescheid 1/2008 zu Abbau (Abbau Phase 3 Teil A) [Abbau des Deckels des Reaktordruckbehälters, der Kerneinbauten, des Biologischen Schilds sowie anderer Systeme und Komponenten] vom 14.05.2008
  • Genehmigungsbescheid 1/2009 zu Abbau (Abbau Phase 3 Teil B) [Abbau des Reaktordruckbehälters] vom 14.05.2009

Abbau Phase 4

  • Antrag nach § 7 Absatz 3 Atomgesetz vom 19.12.2008
  • Bekanntmachung des Ergebnisses der allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls hinsichtlich Umweltauswirkungen (keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen / Umweltverträglichkeitsprüfung nicht erforderlich) am 02.07.2010
  • Genehmigungsbescheid 1/2011 zu Abbau (Abbau Phase 4) vom 04.02.2011

Umgang mit sonstigen radioaktiven Stoffen aus dem Kernkraftwerk Würgassen

  • Antrag nach § 7 Strahlenschutzverordnung vom 26.03.2007
  • Bekanntmachung des Ergebnisses der allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls hinsichtlich Umweltauswirkungen (keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen / Umweltverträglichkeitsprüfung nicht erforderlich) am 10.10.2007
  • Genehmigungsbescheid 2/2008 zum Umgang mit sonstigen radioaktiven Stoffen aus dem Kernkraftwerk Würgassen vom 07.03.2008

Weitere Informationen zur Stilllegung und zum Abbau des Kernkraftwerks Stade

Übersicht