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Auf Goethes Wegen wandern - Naturpark Harz

Naturpark Harz

Besucher sollten es wie Johann Wolfgang von Goethe halten und häufiger in den Harz kommen. Drei Mal reiste der geologisch interessierte Geheimrat aus Weimar in das nördlichste deutsche Mittelgebirge. Bei seinem dritten Besuch 1784 bestieg er auch den Hübichenstein, den Iberg und besichtigte zwei Bergbaustollen bei Bad Grund, die heute alle zum Naturpark Harz gehören. Naturinteressierten hat der Park vieles zu bieten - über und unter Tage.

Die Region war bereits im Hochmittelalter ein wichtiges Herrschaftszentrum: Der Erzreichtum des Gebirges und fruchtbare Äcker im Harzvorland bildeten die wirtschaftliche Grundlage. Vom Reichtum zeugen die Kaiserpfalz und Fachwerk-Altstadt von Goslar, die seit 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Ebenso wie die Grube Rammelsberg, die als einziges Bergwerk weltweit über 1.000 Jahre ununterbrochen in Betrieb war. Intensiver Bergbau prägte nachhaltig die einzigartige Kultur- und Naturlandschaft im Harz.

Ein Tag im Naturpark
Den Spuren des historischen Bergbaus folgen

Wir beginnen mit einer Führung im Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld: Der 250 Meter lange Besucherstollen, der einzige erhaltene bergbauliche Pferdegaipel Deutschlands und das Schachtgebäude aus dem Jahr 1787 sind die Prunkstücke des Museums. Beim "Bergwerk in Aktion" können Kinder selbst Erz pochen und Münzen prägen.

Am nahe gelegenen Ottiliae-Schacht erwartet uns eine Fahrt mit der Grubenbahn auf der rekonstruierten 2,2 Kilometer langen Tagesförderstrecke. Entlang des Oberharzer Wasserregals wandern wir dann stadtauswärts ins südlich gelegene Buntenbock. In einigen Teichen, die am Weg liegen, kann man im Sommer baden. Zahlreiche Gasthäuser oder Waldhotels, die es auch in diesem Teil des Naturparks gibt, bieten Einkehrmöglichkeiten.

Steckbrief - Naturpark Harz

Nördlichstes Mittelgebirge Deutschlands - geologisch und geomorphologisch einmalig!

Daten und Fakten:

Lage:

Niedersächsischer Teil des Harzes in den Landkreisen Goslar und Osterode am Harz ohne das Nationalparkgebiet

Gründung:

1960

Größe:

800 Quadratkilometer

Höhenlage:

200 bis 750 Meter ü. NN

NSG:

8,5 Prozent

LSG:

84,0 Prozent

Landschaftstypen:

Mittelgebirge mit hohem Anteil Fichtenwälder, Bergwiesen, naturnahe Laubwälder in den tieferen Lagen, Teile der Karstlandschaft im Südharz - insgesamt eine stark vom historischen Bergbau geprägte Kulturlandschaft.

Radwege:

ca. 2.000 Kilometer, einschl. Mountainbikestrecken

Wanderwege:

ca. 4.300 Kilometer

Informationen

Regionalverband Harz e. V.
Hohe Straße 6, 06484 Quedlinburg
Tel.: (03946) 96410, Fax: (03946) 964142

E-Mail: rvh@harzregion.de
Internet: www.harzregion.de

Touristinformationen

Tourist-Information Sankt Andreasberg
Am Kurpark 9, 37444 Sankt Andreasberg
Tel.: (05582) 80336, Fax: (05582) 80339

E-Mail: info@oberharz.de
Internet: www.oberharz.de

Tourist-Information Goslar
Markt 7, 38640 Goslar
Tel.: (05231) 78060, Fax: (05321) 780644

E-Mail: marketing@goslar.de
Internet: www.goslar.de

Bad Sachsa Information
Am Kurpark 6, 37441 Bad Sachsa
Tel.: (05523) 3009-0, Fax: (05523) 300949

E-Mail: touristik@badsachsainfo.de
Internet: www.badsachsainfo.de

Touristinformation Osterode am Harz
Dörgestraße 40, 37520 Osterode am Harz
Tel.: (05522)318360, Fax: (05522)318336

E-mail: touristinfo@osterode.de
Internet: www.osterode.de

Kurbetriebsgesellschaft Braunlage
Elbingeröder Str. 17, 38700 Braunlage
Tel.: (05520) 93070 Fax: (05520) 930720

E-Mail: tourist-info@braunlage.de
Internet: www.braunlage.de

Touristinformation Clausthal-Zellerfeld
Bergstraße 31, 38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel.: (05323) 81024 Fax: (05323)83962

E-Mail: info@oberharz.de
Internet: www.oberharz.de

Führungen:

Führungen auf dem Karstwanderweg Südharz
Internet: www.karstwanderweg.de

weitere Führungen: Harzklub e. V.
Internet: www.harzklub.de

Mit der HarzCard können Sie bei freiem Eintritt 100 Ausflugsziele und Attraktionen besuchen.

Das sollten Sie gesehen haben

1. Altenau: Kräuterpark und Kristalltherme „Heißer Brocken"
2. Bad Grund: Museum im Berg mit Iberger Tropfsteinhöhle, Arboretum
3. Bad Sachsa: Römerstein und NatUrzeitmuseum
4. Braunlage: Kurpark und Wurmberg (höchster Berg Niedersachsens)
5. Clausthal-Zellerfeld: UNESCOWelterbe Oberharzer Wasserwirtschaft sowie Oberharzer Bergwerksmuseum
6. Goslar: UNESCO-Welterbe Bergwerk Rammelsberg und Altstadt Goslar
7. Scharzfeld: UNESCO-Geoparkinformationszentrum Einhornhöhle, die größte zugängliche Naturhöhle im Westharz
8. Sieber und sein Wanderparadies inmitten des Naturschutzgebietes Siebertal - das einzige nicht mit Talsperren verbaute Großtal im Westharz
9. Sankt Andreasberg: Wintersport, Grube Samson mit Bergbau- und Kanarienvogelmuseum sowie Nationalparkhaus
10. Walkenried: Teichlandschaft und ZisterzienserMuseum

Karte Harz
Boloria Aquilonaris

Boloria Aquilonaris

Artikel-Informationen

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Bildrechte: Naturpark Harz, MU

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