Indikatoren für die Entwicklung von Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft sorgen dafür, dass nachhaltige Entwicklung messbar und bewertbar wird. Sie veranschaulichen Erfolge und Defizite sowie längerfristige Entwicklungen in komprimierter Form und erleichtern so die Information und Kommunikation über Nachhaltigkeit.
Zur Darstellung der wirtschaftlichen Situation sind Indikatoren wie Bruttosozialprodukt, Arbeitslosenquote oder Inflationsrate allgemein bekannt. Für den Umweltbereich hingegen gibt es bisher nur wenige eindeutig definierte und allseits akzeptierte Kenngrößen. Seit 1992 entwickelte sich international und in vielen Bundesländern eine intensive fachliche und politische Diskussion über geeignete Indikatoren für die ökologische Dimension.
Kernindikatoren für Niedersachsen
In den vergangenen Jahren wurden umweltbezogene Nachhaltigkeitsindikatoren für Niedersachsen entwickelt und getestet. Dazu wurden 17 Kernindikatoren ausgewählt, die auf der bisherigen Umweltbeobachtung, -bewertung und -berichterstattung aufbauen und sich an Schutzgütern und bestimmten Feldern der Umweltpolitik orientieren. Mithilfe weniger Angaben werden Zustand und Entwicklung der Umweltsituation in Niedersachsen dargestellt, die durch Wiedergabe von Messergebnissen allein nicht so schnell erkennbar wären. Die Entwicklung geeigneter Umwelt- und Nachhaltigkeitsindikatoren ist nicht abgeschlossen. Vielmehr sollen einige der in den Fachkapiteln dieses Umweltberichts dargestellten Indikatoren methodisch weiterentwickelt werden, um ihre Aussagefähigkeit zu optimieren.
Die Umweltministerkonferenz (UMK) hatte sich 2004 auf einen Satz von Kernindikatoren verständigt, der in weiten Teilen den niedersächsischen Kernindikatoren entspricht.
Umweltindikatoren
Umweltindikatoren
[Die 17 Kernindikatoren zur Beschreibung der Umweltsituation in Niedersachsen und ihre Zuordnung zu den umweltbezogenen Nachhaltigkeitsindikatoren laut Beschluss der Umweltministerkonferenz (UMK) (Quelle: MU)]
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