Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Radioaktivität/Strahlung

Radioaktivität ist in unserer Umwelt allgegenwärtig. Radioaktive Stoffe sind zum einen natürlichen Ursprungs - natürliche Radionuklide sind in der Erdkruste vorhanden -, zum anderen wird Radioaktivität künstlich erzeugt und freigesetzt, zum Beispiel durch oberirdische Kernwaffenversuche oder den Betrieb von Kernkraftwerken. Ferner können radioaktive Stoffe durch Anwendung in Medizin, Forschung und Technik in die Umwelt gelangen (Abb. 1, Abb. 2).

Radioaktivität/ Strahlung  
Radioaktivität/ Strahlung  

Neben den natürlichen Strahlenquellen - vor allem Radon und dessen Folgeprodukte - bilden vor allem die künstlichen Strahlenquellen aus dem Bereich der Medizin die Ursache für die Strahlenexposition des Menschen (Abb. 3).

Radioaktivität/ Strahlung  
Radioaktivität/ Strahlung  

Die mittlere jährliche Strahlenexposition durch die medizinische Anwendung ionisierender Strahlen und radioaktiver Stoffe liegt bei etwa 1,9 Millisievert (mSv) pro Jahr, das ist die gleiche Größenordnung wie die natürliche Strahlenexposition. Der Hauptanteil wird dabei durch die Röntgendiagnostik verursacht. Die weiteren Beiträge zur zivilisatorischen Strahlenbelastung sind gering.

Um Mensch und Umwelt vor den Gefahren der Kernenergienutzung und der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung zu schützen, gibt es in Deutschland eine Reihe von gesetzlichen Regelungen: Das Atomgesetz (AtG, 1959) und die zugehörige Strahlenschutzverordnung (StrSchV, 2001) enthalten Vorschriften über die Genehmigung und den Betrieb kerntechnischer Anlagen. Sie regeln den Umgang mit radioaktiven Stoffen und enthalten Überwachungs- und Schutzvorschriften. Die Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt wird vom Strahlenschutzvorsorgegesetz (StrVG, 1986) vorgeschrieben.

Artikel-Informationen

09.12.2015

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln