Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Grundlagen

Radioaktive Reststoffe und Abfälle entstehen sowohl im Zusammenhang mit der friedlichen Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung beim Betrieb und beim Rückbau kerntechnischer Anlagen als auch bei der Anwendung radioaktiver Stoffe in Gewerbe, Forschung und Medizin. Während Reststoffe schadlos verwertet werden, müssen radioaktive Abfälle zum Zweck der längerfristigen Zwischenlagerung und zur Endlagerung behandelt und verpackt („konditioniert") werden.

Hochradioaktive Abfälle entwickeln Wärme und fallen in Form abgebrannter Brennelemente aus Kernkraftwerken oder als Rückstände aus der Wiederaufarbeitung im Ausland an. Sie enthalten etwa 95 Prozent der Radioaktivität, aber nur etwa 5 Prozent des Volumens aller radioaktiven Abfälle in Deutschland.

Die weitaus größten Mengen an radioaktiven Reststoffen und Abfällen sind schwach- und mittelradioaktiv. Sie fallen in fester (zum Beispiel Metalle, Bauschutt, Papier, Kunststoffe, Textilien) und flüssiger Form (zum Beispiel Öle, Schlämme, Konzentrate, Harze) sowie als Bestandteile von Strahlungsquellen und ausgedienten Geräten an. Bis zur Ablieferung an ein Bundesendlager müssen radioaktive Abfälle in konditionierter Form zwischengelagert werden. In Niedersachsen sind in der Vergangenheit, mehr als in jedem anderen Bundesland, Anlagen zur Behandlung, Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle geplant und errichtet worden.

Artikel-Informationen

09.12.2015

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