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Emissionsüberwachung Abluft

Die gesamte Abluft atom technischer Anlagen wird über einen Kamin geführt und dort mit Monitorsystemen und Einrichtungen hinsichtlich der abgeleiteten Radioaktivität überwacht. Die Überwachung der Abgabe radioaktiver Stoffe erfolgt für einzelne Radionuklide (Beta- und gammastrahlende Aerosole, Edelgase, Iod-131, Tritium und Kohlenstoff-14). Die ermittelten Jahresabgaben lagen 2012 bis 2017 für alle Radionuklide beziehungsweise Nuklidgruppen mehrere Größenordnungen unter den Genehmigungswerten (Abb.1, Abb. 2, Abb. 3).

Emission von Beta- und Gamma-Aerosolen mit der Abluft (in Bq/Jahr)
Abbildung 1
Emission von Edelgasen mit der Abluft (in Bq/Jahr)
Abbildung 2
Emission von Iod-131 mit der Abluft (in Bq/Jahr)
Abbildung 3

Für eine Referenzperson in der Umgebung von Kernkraftwerken wird die zusätzliche jährliche Strahlenexposition unter Kenntnis der Emissionsdaten berechnet. Dabei werden die Dosisbeiträge aller relevanten Expositionspfade (Abb. 4) für diese Referenzperson an den ungünstigsten Einwirkungsstellen in der Umgebung der kerntechnischen Anlagen zur Ermittlung der maximalen jährlichen Strahlenexposition aufsummiert. In den Jahren 2012 bis 2016 wurde der höchstzulässige Wert von 300 µSv pro Jahr für die Ableitung mit der Abluft bei allen Kernkraftwerken um mehrere Größenordnungen unterschritten (Abb. 5).

Expositionspfade in der Umgebung kerntechnischer Anlagen  
Abbildung 4
Effektive Dosis durch Emissionen mit der Abluft (in µSv/Jahr)  
Abbildung 5
Artikel-Informationen

22.01.2019

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