Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Umgebungsüberwachung (Immission)

Neben der Emissionsüberwachung werden in der Umgebung von kerntechnischen Anlagen umfangreiche Messprogramme für die wichtigsten Umweltmedien durchgeführt. Hiermit können eventuelle Aktivitätserhöhungen durch diese Anlagen festgestellt werden (BMU, 2007).

Dabei werden Proben von Luft, Nahrungsmitteln, Kuhmilch, Trink- und Grundwasser sowie von Niederschlag, Böden, Bewuchs und Oberflächengewässern einschließlich Fischen und Sedimenten aus der näheren Umgebung der Anlagen genommen und auf ihren Gehalt an radioaktiven Stoffen untersucht.

Die künstlichen Radionuklide, die in der näheren Umgebung der Anlagen nachgewiesen werden, sind auf die Kernwaffenversuche und den Reaktorunfall in Tschernobyl zurückzuführen und zeigen die erwarteten großräumigen und kleinräumigen Schwankungsbreiten. In einigen Aerosolproben konnten im Jahr 2011 Spuren von künstlichen Radionukliden aus dem Ereignis in Fukushima nachgewiesen werden.

Der Gehalt an radioaktiven Stoffen im Bereich der Referenz- und ungünstigsten Einwirkungsstellen folgt den bei der allgemeinen Umweltradioaktivitätsüberwachung beschriebenen abfallenden Tendenzen der Belastung mit Cäsium-137 und Strontium-90 (Abb. 22, Abb. 23, Abb. 24).

Radioaktivität/ Strahlung  
Radioaktivität/ Strahlung  
Radioaktivität/ Strahlung  

Zur Bewertung der Messergebnisse aus den Umgebungen der kerntechnischen Anlagen stehen Jahresmittelwerte von niedersächsischen Proben aus dem Integrierten Mess- und Informationssystem des Bundes (IMIS) zur Verfügung.

Die hier aufgezeigten Jahresreihen der Belastung von Boden, Bewuchs und Milch sind für alle niedersächsischen Kernkraftwerke repräsentativ.

In Weser, Ems und Elbe wird beim Tritium der stetig sinkende Einfluss des Fallouts der Kernwaffenversuche durch den Eintrag mit dem Abwasser der Kernkraftwerke überlagert, so dass im Gegensatz zu den übrigen Gewässern des Landes erwartungsgemäß die Aktivitätskonzentration des Tritiums ab Mitte der achtziger Jahre nicht mehr weiter zurückgeht (Abb. 25). Die Belastung der Gewässer unterhalb der kerntechnischen Anlagen folgt den abnehmenden Tendenzen der allgemeinen Radioaktivitätsbelastung der Umgebung. Eine Aktivitätserhöhung künstlicher Radionuklide ist nicht nachweisbar.

Radioaktivität/ Strahlung  
Artikel-Informationen

09.12.2015

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