klar

Grundlagen

Seit der Nutzung der Kernspaltung für militärische und zivile Zwecke gelangen künstliche Radionuklide in die Umwelt. Die erste weltweite Radioaktivitätsbelastung der Umwelt wurde durch die oberirdischen Kernwaffenversuche der militärischen Großmächte in den Jahren 1956 bis 1962 ausgelöst. Langlebige Radionuklide aus diesen Freisetzungen wie Tritium, Strontium-90 und Cäsium-137 sind mit abfallender Tendenz noch überall in der Umwelt entsprechend der globalen Verteilung messbar.

Durch den Reaktorunfall in Tschernobyl im Jahr 1986 wurden auch in Niedersachsen radioaktive Stoffe eingetragen (SSK, 1987). Die örtliche Belastung schwankte in dem Maße, wie kontaminierte Luftströmungen aus Tschernobyl mit örtlich verstärkten Niederschlagsereignissen zusammentrafen. Nach dem weitgehenden Zerfall der kurzlebigen Radionuklide blieb seit Ende der neunziger Jahre als einziges nennenswertes Radionuklid Cäsium-137 in unterschiedlichen Aktivitätskonzentrationen in allen Umweltmedien übrig (Abb. 4).

Karte Caesium  

Aufbauend auf langjährig bestehende Radioaktivitätsüberwachungssysteme wurde in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl das Integrierte Mess- und Informationssystem zur Überwachung der Umweltradioaktivität (IMIS) (AVV-IMIS, 1995) eingerichtet (BMU, 2000).

Infolge des Ereignisses in Fukushima im Frühjahr 2011 konnten bei der Spurenmessstelle an der Physikalisch Technischen Bundesanstalt in Braunschweig luftgetragene Radionuklide nachgewiesen werden.

Die folgenden Dateien enthalten die zeitliche Auftragung der in Braunschweig gemessenen Radionuklide sowie die Ergebnisse der Langzeitmessungen.

Die gemessenen Konzentrationen wurden vom Bundesamt für Strahlenschutz bewertet. Sie stellen keine gesundheitliche Gefährdung für die Menschen und die Umwelt dar und lagen ein Vielfaches unterhalb der natürlich gemessenen Strahlenbelastung.

Artikel-Informationen

15.02.2016

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln