Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Standort-Zwischenlager (SZL)

Bundesweit wurden vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit Ablauf des Jahres 2003 insgesamt 12 Genehmigungen für Standort-Zwischenlager erteilt. Drei davon befinden sich in Niedersachsen. Das bundesweit erste Standort-Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente (SZL) wird am Standort des Kernkraftwerkes Emsland in Lingen seit Dezember 2002 betrieben.Am Standort Grohnde wurde das zweite niedersächsische Zwischenlager im April 2006 in Betrieb genommen. Das dritte niedersächsische Standort-Zwischenlager in Esensham (Unterweser) wurde als letztes der zwölf bundesweiten Standort-Zwischenlager im Juni 2007 in Betrieb genommen. Die Standort-Zwischenlager in Niedersachsen sind nach dem sog. STEAG-Konzept errichtet worden (im süddeutschen Raum wurde nach WTI-Konzept gebaut). Das STEAG-Konzept verfügt über die massivere Bauweise mit Wandstärken von ca. 1,20 m sowie einer Dachdecke mit einer Stärke von ca. 1,30 m. Die SZL bestehen aus dem eigentlichen Lagergebäude mit Lager und Empfangsbereich und dem Betriebsgebäude. Die Lagerzeit ist in allen drei Genehmigungen vom BfS auf 40 Jahre, beginnend mit der Einlagerung des ersten beladenen Behälters in das Lagergebäude, begrenzt worden. Für die Aufbewahrung von abgebrannten Brennelementen ist in allen drei Zwischenlagern zunächst der Transport- und Lagerbehälter der Bauart CASTOR® V/19 vorgesehen.

Castor

Innenansicht eines CASTOR® V/19-Behälters für 19 abgebrannte Brennelemente

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