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Kleinere Städte und Gemeinden

In ländlichen Räumen sind vor allem Klein- und Mittelstädte wichtige wirtschaftliche, soziale und kulturelle Ankerpunkte für die Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge im ländlichen Raum.

Die Sicherung der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen wird jedoch zunehmend durch die Folgen des demografischen Wandels gefährdet. Arbeitsplatzverlust und Abwanderung, Alterung der Bevölkerung und die damit verbundene veränderte Nachfrage führen dazu, dass viele kleinere Städte und Gemeinden die Tragfähigkeit der kulturellen und sozialen Einrichtungen für sich und ihr Umland nicht mehr gewährleisten können. Die kostenbedingte Aufgabe dieser wichtigen örtlichen Bezugspunkte bedeutet erhebliche Funktions- und Attraktivitätsverluste für die Versorgung der Bevölkerung und auch für das städtebauliche Umfeld.

Ziel des Programms „Kleinere Städte und Gemeinden“ ist es, vor allem kleinere Städte und Gemeinden in dünn besiedelten, ländlich geprägten Räumen darin zu unterstützen, die zentral örtlichen Versorgungsfunktionen dauerhaft, bedarfsgerecht und auf hohem Niveau für die Bevölkerung der gesamten Region für die Zukunft zu sichern und zu stärken.

Vorrangig gefördert werden Kommunen, die Kooperationen mit ihren Nachbargemeinden eingehen und gemeinsame Strategien zur Sicherung der Daseinsvorsorge und Lebensqualität umsetzen. Die Kommunen werden darin unterstützt, ihre städtebauliche Infrastruktur auf der Grundlage der gemeinsamen Abstimmung an die veränderte Nachfrage anzupassen. Es gibt ihnen die Möglichkeit ein langfristig bedarfsgerechtes und qualitätvolles Angebot zu gewährleisten.

Die Kommunen können die Fördermittel zur Vorbereitung und Durchführung städtebaulicher Gesamtmaßnahmen einsetzen. Gefördert wird die Erarbeitung und Fortschreibung überörtlich abgestimmter, integrierter Entwicklungskonzepte, der Aufbau strategischer Netzwerke zur überörtlichen Kooperation einschließlich Maßnahmen zur Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements und der Öffentlichkeitsarbeit.

Auf der Grundlage der integrierten Entwicklungskonzepte können die Städte und Gemeinden die Fördermittel für Investitionen zur Umstrukturierung und bedarfsgerechten Anpassung der städtebaulichen Infrastruktur einsetzen, die im überörtlichen Abstimmungsprozess als wichtig erkannt wurde. So können bestehende Einrichtungen der Daseinsvorsorge angepasst oder leer stehende Gebäude für entsprechende Folgenutzungen umgebaut werden. Zudem sind auch Maßnahmen zur Schaffung und Erhaltung von Grün- und Freiräumen und zur barrierefreien Gestaltung von Gebäuden und Flächen förderfähig.

Integrierter Förderansatz und Verfügungsfonds

Die überörtlichen integrierten Entwicklungskonzepte sollen weit über die konkrete Förderung des Programms „Kleinere Städte und Gemeinden“ hinauswirken. Im Zuge der gemeinsamen Analyse der Probleme und der Erarbeitung integrierter Lösungsstrategien und Maßnahmen müssen notwendigerweise auch andere Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten (Bund, Länder, EU, Private) einbezogen werden. Zur stärkeren Beteiligung und Mitwirkung von Beteiligten kann die Gemeinde einen Verfügungsfonds einrichten.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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