Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Stoffeinträge

Stoffeinträge in Böden erfolgen sowohl aus diffusen Quellen über die Luft als auch direkt. Durch den fortgesetzten Eintrag von Stoffen werden die Filter- und Pufferreserven unserer Böden stark beansprucht. Die Folgen können Austräge in andere Umweltmedien und verstärkte Aufnahme durch Nahrungs- und Futterpflanzen sein. Sind diese Einträge unvermeidbar, so müssen sie auf das geringst mögliche Maß beschränkt werden.

Schadstoffe können aber auch natürlich in Böden vorkommen und durch menschliches Handeln mobilisiert werden. Niedersachsen ist von dieser Problematik auf Grund der Jahrhunderte langen Bergbautätigkeit besonders im Harz und Harzvorland betroffen. Besondere Regelungen zum Umgang mit diesen Belastungen werden in Bodenplanungsgebieten getroffen.

Viele Düngemittel werden aus organischen und mineralischen Reststoffen hergestellt, deren Zulässigkeit in der Düngemittelverordnung und Bioabfallverordnung geregelt sind. Hierdurch ist gewährleistet, dass es bei sachgerechter Anwendung nicht zu unerwünschten Stoffanreicherungen im Boden kommt. Der Einsatz dieser Stoffe ist nur dann sinnvoll, wenn ein Düngebedarf gegeben ist und die Vorschriften des Abfall- und des Düngemittelrechts erfüllt werden. Vorsorge gegen nachteilige Auswirkungen ist auch bei der Verwertung von Bodenmaterial oder mineralischen Abfällen bei baulichen Maßnahmen oder Verfüllungen zu treffen.

Aktuelle Informationen zum Thema sind dem Kapitel „Stoffliche Bodenbelastung und Humusgehalt"des aktuellen Umweltberichts zu entnehmen.

Perfluorierte Tenside in Böden, Gewässern, Abwässern und Klärschlämmen
Perfluorierte Tenside (PFT) Stoffe, die in der Umwelt natürlicherweise nicht Vorkommen (sog. Xeno­biotika). In der Umwelt werden am häufigsten Perfluorcarbonsäuren und Perfluorsulfonsäuren nach­gewiesen, deren bekannteste Vertreter PFOA (Perfluoroctansäure) und PFOS (Perfluoroctan­sulfon­säure) sind. 2006 wurde das Niedersächsische Umweltministerium vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein- Westfalen darüber informiert, dass mit PFT belastetes Düngemittel nach Niedersachsen geliefert worden war. Diese Meldung gab Anlass für umfangreiche Untersuchungen der möglicher Weise betroffenen Schutzgüter und weiterer Quellen (z. B. Klärschlamm). Aufgrund der Ergebnisse wurden inzwischen ent­sprech­ende Maßnahmen erlassen und Handlungsempfehlungen ausgesprochen.

Der anliegende Bericht informiert über Bewertungs­kriterien, Untersuchungsergebnisse und vorgeschlagene Maßnahmen. Bericht als PDF


Expertenworkshop

zur Ursachenanalyse der Kontamination durch dioxinähnliche PCB von Weidegrasaufwuchs im Bereich der Ems

Artikel-Informationen

18.01.2013

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