Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Anpassung an den Klimawandel

Die Klimapolitik steht gleichzeitig vor zwei Herausforderungen: Zum Schutz des Klimas müssen die Treibhausgasemissionen drastisch gemindert werden. Gleichzeitig sind Maßnahmen zur Anpassung an die bereits heute nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels umzusetzen. Beide Aufgaben sind nur im engen Austausch mit allen gesellschaftlichen Kräften des Landes zu bewältigen.

Der aktuelle Umsetzungsbericht zu den Empfehlungen der Regierungskommission Klimaschutz zeigt die Schwerpunkte der Anpassungspolitik des Landes:

  • Forschungsverbund Klimafolgenforschung (KLIFF)

  • Forschungsprojekt Globaler Klimawandel - wasserwirtschaftliche Folgenabschätzung für das Binnenland (KLiBiW)

  • Einrichtung einer Hochwasservorhersage-Zentrale in Hildesheim

  • vorbeugender Küstenschutz (Vorsorgemaß von 50 cm bei der Bemessung von Küstenschutzbauwerken)

  • Anpassung bei den Katastrophenbekämpfungsmaßnahmen

  • Bewässerung landwirtschaftlicher Kulturen trockener Standorte

  • Intensivierung des Waldumbaus

  • vorbeugender Gesundheitsschutz

Der Bericht verdeutlicht, dass Niedersachsen im Hinblick auf die Anpassung an die Folgen des Klimawandels über sehr gute Voraussetzungen verfügt, diese neue Aufgabe der langfristigen Daseinsvorsorge Schritt für Schritt in die Verwaltung des Landes zu integrieren.

In nächster Zeit wird es hier vor allem darauf ankommen, die fortlaufenden neuesten Ergebnisse der regionalen Klimaforschung für Niedersachsen systematisch aufzubereiten und für lokale Anpassungsprozesse noch besser nutzbar zu machen.

Hintergrund:

Ausgehend von dem Grundsatz der Kooperation ist Niedersachsen einen besonderen Weg bei der Entwicklung der klimapolitischen Strategien des Landes gegangen. Eine Regierungskommission Klimaschutz wurde mit dem Auftrag berufen, umfassende Strategien sowohl für den Klimaschutz als für die Klimaanpassung in Niedersachsen zu erarbeiten.

Die Regierungskommission hat der Landesregierungen ihre Empfehlung für eine niedersächsische Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels überreicht. Zentraler Gedanke ist eine systematische Betrachtung aller potenziellen negativen und positiven Auswirkungen des zu erwartenden Klimawandels in Niedersachsen sowie die schrittweise Ableitung von 580 konkreten Optionen für Anpassungsmaßnahmen.

Auf Basis dieser Empfehlungen der Regierungskommission wurde eine Klimapolitische Umsetzungsstrategie für Niedersachsen beschlossen. Diese Strategie erfasst die 590 Maßnahmenoptionen zur Anpassung an den Klimawandel in 19 landespolitischen Handlungsfeldernund zeigt einen zeitlichen Rahmen für deren Umsetzung auf.

Ausgehend von dem Grundsatz der Kooperation ist Niedersachsen einen besonderen Weg bei der Entwicklung der klimapolitischen Strategien des Landes gegangen. Eine wurde mit dem Auftrag berufen, umfassende Strategien sowohl für den Klimaschutz als für die Klimaanpassung in Niedersachsen zu erarbeiten.

Die Regierungskommission hat der Landesregierungen ihre Empfehlung für eine niedersächsische Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels überreicht. Zentraler Gedanke ist eine systematische Betrachtung aller potenziellen negativen und positiven Auswirkungen des zu erwartenden Klimawandels in Niedersachsen sowie die schrittweise Ableitung konkreter Optionen für Anpassungsmaßnahmen.KLIFF Klimafolgenforschung

KLIFF

Eine besondere Kooperation bestand mit dem von der Landesregierung finanzierten Forschungsverbund KLIFF Klimafolgenforschung in Niedersachsen, der unter anderem den Forschungsstand zur Klimaentwicklung in Niedersachsen beitrug und den Erarbeitungsprozess in allen Phasen begleitete.

Regionalkonferenzen

Im Rahmen der Umsetzung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) werden zu bestimmten länderübergreifenden Themenstellungen in Hinblick auf Klimawandelanpassung regelmäßig Regionalkonferenzen durchgeführt, an denen sich Niedersachsen beteiligt.


Für den Norddeutschen Raum fanden bisher vier Regionalkonferenzen „Klimaanpassung Küstenregion" statt:

  • 2. November 2016 in Hannover unter dem Thema Klimawandel Norddeutschland

  • 5. Juni 2014 in Lübeck mit dem Schwerpunktthema Land- und Forstwirtschaft; die Ergebnisdokumentation erhalten sie hier

  • 8./9. November 2012 in Bremerhaven mit dem Schwerpunkt „Ballungsräume und Siedlungsgebiete"; die Ergebnisdokumentation erhalten sie hier

  • 30./31. März 2011 in Hamburg mit dem Schwerpunkt „Küsten- und Hochwasserschutz"; die Ergebnisdokumentation erhalten sie hier

Weitere Konferenzen mit Beteiligung aus Niedersachsen:
  • 2./3. April 2014 in Leipzig mit Schwerpunkt auf „mitteldeutsche Trockengebiete" Die Ergebnisdokumentation erhalten Sie hier.


Weitergehende Informationen und hilfreiche Links

Europäische Anpassungsstrategie

Im Jahr 2009 legte die Europäische Union (EU) mit dem Weißbuch „Anpassung an den Klimawandel: Ein europäischer Aktionsrahmen" einen ersten strategischen Ansatz für gezielte Klimaanpassungsmaßnahmen vor. Im Jahr 2012 ging die Internetplattform „Climate-ADAPT" online. Sie dient dazu, den Informationsaustausch über Anpassungsmaßnahmen zu verbessern und Synergien zu bilden. Im Jahr 2013 hat die EU-Kommission ein Strategiepaket zur Anpassung an den Klimawandel vorgelegt. Das wichtigste Element des Strategiepakets bildet die Anpassungsstrategie. Sie stellt eine Bestandsaufnahme zu aktuellen und zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels bereit. Außerdem gibt sie einen Überblick über künftige Prognosen und stellt die Kosten des Nichthandelns dem Mehrwert des rechtzeitigen Handelns in Bezug auf gegenwärtige und unvermeidbare Folgen des Klimawandels gegenüber.

Deutsche Anpassungsstrategie

Im Dezember 2008 wurde die „Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel", kurz DAS, durch die Bundesregierung beschlossen und veröffentlicht.

Der zweite wichtige Bausteins der deutschen Klimaanpassungspolitik ist der „Aktionsplans Anpassung" (APA), der in enger Abstimmung zwischen Bund und Ländern entwickelt und im August 2011 von der Bundesregierung beschlossen wurde. Der Aktionsplan zeigt auf, wie die in der Deutschen Anpassungsstrategie genannten Ziele und Handlungsoptionen mit spezifischen Aktivitäten des Bundes in den kommenden Jahren unterlegt werden. Zudem benennt er Folgeschritte zur Umsetzung und Weiterentwicklung der DAS. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Das Fachwissen für die Aktivitäten zur Anpassung an die folgen des Klimawandel bündelt und vermittelt das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass).

Climate Service Center (CSC)

Das Climate Service Center wurde von der Bundesregierung ins Leben gerufen und ist eine Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Es hat die Aufgabe, das Wissen aus der Klimaforschung praxisorientiert aufzubereiten und Entscheidungsträgern in Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.







Artikel-Informationen

06.02.2017

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln