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Szenarien zur künftigen Klimaentwicklung

Anhand von Klimamodellen berechnen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Weltklimarats IPCC Szenarien zur zukünftigen Klimaentwicklung: Diese Rechnungen zeigen, dass nur bei einer sehr ambitionierten Klimapolitik der Temperaturanstieg gegen Ende dieses Jahrhunderts auf 0,9 bis 2,3 °C begrenzt werden könnte. Bei geringeren Anstrengungen zur Vermeidung der Treibhausgase sind Temperaturanstiege zwischen 1,7 und 5,4 °C möglich.

Je höher der Temperaturanstieg ausfällt, desto stärker werden die Folgen des Klimawandels weltweit spürbar sein. Erste Auswirkungen des Klimawandels sind zum Teil bereits eingetreten. Sie sind als Vorboten dessen zu verstehen, was zukünftig weltweit erwartet werden kann. Beispiele dafür sind:

  • Verschiebungen von Klimazonen
  • regionale Veränderungen der Niederschlags- und Verdunstungsverhältnisse
  • Zunahme extremer Wetterverhältnisse wie Starkniederschläge, Dürre, Stürme, Hitzewellen
  • Verschiebung der Vegetationsperioden
  • Anstieg des Meeresspiegels
  • Versauerung der Ozeane.

Die Auswirkungen des Klimawandels werden dabei nicht schlagartig, sondern langsam und schleichend eintreten. Dabei erfolgen sie nicht lokal begrenzt, sondern weltweit mit unterschiedlichen Intensitäten.

Von den Folgen des Klimawandels sind vor allem diejenigen Länder betroffen, die am wenigsten in der Lage sind, sich daran anzupassen. So bedroht etwa eine Veränderung der Niederschlagsverhältnisse in den Entwicklungsländern die gesamte land- und ernährungswirtschaftliche Grundlage.

Damit die Folgen des Klimawandels beherrschbar bleiben, empfiehlt der Weltklimarat IPCC eine Gesamterwärmung von 2°C nicht zu überschreiten. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen, insbesondere CO2, drastisch reduziert werden.

Artikel-Informationen

09.09.2015

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