Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Treibhausgase

Die wichtigsten klimarelevanten Gase sind Kohlenstoffdioxid, Methan, Distickstoffoxid, Halogenierte Fluorkohlenwasserstofe, Perfluorierte Kohlenwasserstoffe und Schwefelhexafluorid.


Kohlendioxid (CO2)
Kohlendioxid (CO2) ist in Niedersachsen (wie auch im Rest Deutschlands) das Kernproblem der Treibhausgasemissionen. CO2 entsteht hauptsächlich bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas). In Niedersachsen beträgt der Anteil der energiebedingten CO2-Emissionen an den gesamten Treibhausgasemissionen etwa 80 Prozent. Diese Emissionen können vier Bereichen zugeteilt werden: der Energiewirtschaft, der Industrie, dem Verkehr und den Privaten Haushalten. Hierbei ergibt sich folgende Verteilung:



Energiebedingte CO2-Emissionen 2012 in Niedersachsen nach Sektoren  
Energiebedingte CO2-Emissionen 2012 in Niedersachsen nach Sektoren

Weltweit betrachtet ist eine weitere bedeutsame Ursache für den Anstieg der CO2-Konzentration die Brandrohdung und Abholzung der Wälder, insbesondere der tropischen Regenwälder. Nicht nur bei der Verbrennung werden große CO2 - Mengen freigesetzt, mit den Wäldern geht einer der wichtigsten natürlichen Kohlenstoffspeicher (sog. CO2-Senke) verloren.

Methan (CH4)
Neben der CO2-Konzentration steigt auch der Anteil des Treibhausgases Methan (CH4) in der Atmosphäre. Ursache ist hier weltweit vor allem der Reisanbau und die zunehmende Viehzucht. Darüber hinaus entsteht Methan auch auf Mülldeponien und in Kohlebergwerken. Die Treibhauswirkung von Methan ist 20-mal stärker als die von Kohlendioxid. Methan ist etwa für ein Viertel der anthropogenen Erderwärmung verantwortlich. Allerdings wird Methan in der Atmosphäre viel schneller abgebaut als Kohlendioxid, dessen besonderes Risiko in der langfristigen Anreicherung liegt.

Distickstoffoxid (N2O)
Auch das durch Düngeprozesse in der Landwirtschaft und in der Industrie freigesetzte Lachgas (N2O) trägt signifikant zum Treibhauseffekt bei. N2O hat eine 300-mal stärkere Treibhauswirkung als CO2.

Teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW)
Teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe dienen als Ersatzmittel für FCKW. Sie finden insbesondere in Spraydosen und Hartschäumen Anwendung. Weitere Emissionsquellen sind Kälte- und Klimaanlagen sowie die Leckagen bei ihrer Herstellung.

Perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW)
Perfluorierte Kohlenwasserstoffe stammen zum großen Teil aus der Aluminiumverhüttung und der Halbleiterherstellung.

Schwefelhexafluorid (SF6)
Schwefelhexafluorid dient unter anderem als Schaummittel in Schallschutzfenstern und zur Stabilisierung in Autoreifen. Diese beiden Anwendungsbereiche sind auch die größten Emissionsquellen für Schwefelhexafluorid in Deutschland.

Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW)
FCKW diente lange als Treibmittel in Spraydosen und Aufschäummittel. Aufgrund der schädlichen Wirkung auf die Umwelt ist FCKW inzwischen durch die Treibhausgase H-FKW und FKW ersetzt worden. Diese sind im Vergleich mit FCKW zwar weniger treibhausgasrelevant, aber nicht unbedenklich.


Artikel-Informationen

09.09.2015

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