Luftreinhalteplan Bad Lauterberg | Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz
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Luftreinhalteplan Bad Lauterberg

1. Wann Luftreinhalteplan und warum?

Im Jahr 2007 wurde der Immissionsgrenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) an der LÜN-Verkehrsstation in Bad Lauterberg-Barbis überschritten. Der Landkreis Osterode am Harz hat daher einen Luftreinhalteplan für die Stadt Bad Lauterberg im Harz - Ortsteile Barbis und Osterhagen - aufgestellt. Der Luftreinhalteplan ist im November 2009 in Kraft getreten.

2. Besonderheiten?

Die Ortsumgehung Barbis, die den Durchgangsverkehr von derzeit ca. 10.000 auf ca. 1.000 Kfz/24h reduziert, soll spätestens 2014 dem Verkehr übergeben werden. Diese Maßnahme garantiert die Einhaltung der NO2-Grenzwerte. Nach der Modellrechnung beträgt der NO2-Jahreswert bei Ablauf der Verlängerungsfrist maximal 17 μg/m².

3. Erfolg der Maßnahmen bis 2010?

Der durch das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim erstellte Bericht „Modellgestützte Voruntersuchung zur Fortschreibung des Luftreinhalteplanes im Rahmen der NO2-Notifizierung - Bad Lauterberg im Harz" für das Bezugsjahr 2010 zeigt, dass für keinen Straßenabschnitt der PM10-Grenzwert von 40 μg/m³ bzw. der Tagesgrenzwert (35 Tage > 50 μg/m³) überschritten wird. In Barbis wurden allerdings im Jahr 2010 weiterhin NO2-Jahresmittelwerte über dem Grenzwert von 40 μg/m³ registriert.

4. Fristverlängerung zur Einhaltung des NO2-Jahresgrenzwertes?

Der Landkreis Osterode am Harz hat gegenüber dem Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz zur Weiterleitung an das Bundesumweltministerium und die Europäische Kommission mitgeteilt, von der Möglichkeit der Inanspruchnahme einer Fristverlängerung für NO2 bis 2015 zur Einhaltung des NO2-Grenzwertes Gebrauch machen zu wollen. Gegen die Verlängerung der Frist für die Einhaltung des in Anhang XI der Richtlinie 2008/50/EG festgesetzten NO2-Jahresgrenzwerts wurden keine Einwände erhoben. Die Verlängerung gilt bis zum 1. Januar 2015 (Beschluss der Europäischen Kommission vom 20.2.2013 (C(2013) 900 final)).

5. Einhaltung NO2-Grenzwert bis 2015?

Die Prognose zeigt, dass die Immissionen bis zum Jahr 2015 zurückgehen, sodass im Bezugsjahr 2015 kein Abschnitt von der Überschreitung des Jahresgrenzwertes für NO2 von 40 μg/m³ betroffen ist. Der Rückgang der Immissionen ist in der Prognose 2015 hauptsächlich auf die durch die Verlegung der Bundesstraße 243 verursachten geringen Verkehrsbelastungen in den Ortsdurchfahrten Barbis und Osterhagen zurückzuführen. Einen weitaus geringeren Einfluss auf die deutliche Immissionsminderung haben die Verbesserung der Emissionsfaktoren durch die angenommene Erneuerung der Fahrzeugflotte und die abgeschätzte Minderung des regionalen Hintergrundes.


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