Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

HErmElin - Ermittlung von Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Hotspots in Niedersachsen

Zum diesjährigen europäischen Jahr der Luft hat das Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz dem Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim den Auftrag für den Beginn zur flächendeckenden Ermittlung von Luftschadstoff-Hotspots in Niedersachsen im Rahmen des Projektes HErmElin (Hotspot-Ermittlung und Emissionsdatenbankerstellung lagebezogen in Niedersachsen) gegeben. Die Berechnungen werden voraussichtlich mindestens drei Jahre in Anspruch nehmen und Bereiche in denen es zu Überschreitungen der Immissionsgrenzwerte von Feinstaub und Stickstoffdioxid kommen kann, aufdecken.

Zum Hintergrund:

Im Rahmen der Umsetzung der Luftqualitätsrichtlinie (2008/50/EG) hat das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim zur Unterstützung der niedersächsischen Kommunen Modellrechnungen zur Ermittlung von Luftschadstoffimmissionen in einigen Städten durchgeführt. Diese Berechnungen fanden dabei überwiegend aufgrund einer Initiative der Kommunen bzw. Hinweisen auf Belastungsschwerpunkte aus dem Lufthygienischen Überwachungssystem des Landes Niedersachsen (LÜN) statt oder erfolgten im Rahmen der Fristverlängerungsmitteilungen von sieben Kommunen an die EU-Kommission zur Einhaltung des Jahresimmissionsgrenzwertes für Stickstoffdioxid ab dem Jahr 2015.

Nach der Abarbeitung dieser Projekte kann nun mit einer systematischen Weiterführung der Beurteilung der Luftqualität auf kommunaler Ebene in Niedersach­sen begonnen werden. Im Gegensatz zum Feinstaub, kommt es beim Stickstoffdioxid weiterhin zu Grenzwertüberschreitungen an einigen verkehrlichen Belastungsschwerpunkten (Hotspots). Auch wenn bei den größten Städten des Landes schon wich­tige Hotspots identifiziert und Minderungsmaßnahmen ergriffen werden konnten ist davon auszugehen, dass noch weitere - bis­her unbekannte - Belastungsschwerpunkte in Niedersachsen vorhanden sind. Erfahrungen aus den bisherigen Projekten haben gezeigt, dass die alleinige Größe (Einwohneranzahl) einer Kommune keinen sicheren Schluss auf das Vorhandensein von Hotspots zulässt. Vielmehr müssen auch andere Kriterien, wie Verkehrssituation, bauliche Gegebenheiten und Meteorologie herangezogen werden.

Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim wird mit Hilfe einer zur Verfügung stehenden Berechnungssoftware auf Basis von vorhandenen Daten wie Verkehrsdichte, Flottenzusammensetzung, Fahrbahngeometrie, Bebauungssituation und Meteorologie niedersachsenweit potentielle Feinstaub/ Stickstoffdioxid-Hotspots ermitteln, denen dann von Seiten der jeweiligen Kommune gezielt entgegen gewirkt werden kann.

Projektbeschreibung HErmEliN

Artikel-Informationen

18.06.2013

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