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Wölfe in Niedersachsen

Wenn Sie einem Wolf begegnen...

...zieht sich dieser in der Regel zurück, wenn er Sie bemerkt. Wölfe sind scheue Tiere. Wolfswelpen sind allerdings neugierig und agieren oft weniger vorsichtig als erwachsene Tiere.

Sie können Folgendes tun, wenn Sie sich unwohl fühlen:
» Machen Sie sich bemerkbar durch reden, rufen und/oder in die Hände klatschen. Gehen Sie dabei langsam und ruhig zurück.
» Rennen Sie nicht weg!

Bitte melden Sie Begegnungen mit Wölfen der nächsten Wolfsberaterin bzw. dem nächsten Wolfsberater oder direkt an die Wolfsbeauftragte Dr. rer. nat. Britta Habbe: E-Mail, Telefon 0511/5304318, mobil 0179/9075166

Der Wolf ist als stark gefährdete Art eingestuft und genießt daher in der gesamten EU den höchsten Schutzstatus. Dass der Wolf in Niedersachsen wieder heimisch ist, ist ein Erfolg für den Artenschutz. Nach der natürlichen Rückkehr des Wolfes breitet sich das scheue, streng geschützte Wildtier nun im Land aus. Bestätigt sind inzwischen fünf Wolfsrudel. Diese Ausbreitung des Wolfes wird wissenschaftlich dokumentiert. Das niedersächsische Umweltministerium hat mit dem sogenannten Wolfsmonitoring die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) beauftragt, die diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als zuständiger Fachbehörde und Dutzenden von ehrenamtlichen Wolfsberatern wahrnimmt.

Wegen des hohen Wald- und Wildtierreichtums findet der Wolf hierzulande ideale Lebensbedingungen. Einzelne Tiere sind in Niedersachsen seit 2006 in der Lüneburger Heide, im Wendland und in der Grenzregion zu Hessen (Raum Solling/Reinhardswald) gesichtet worden. Die Anzahl der Wölfe in Niedersachsenkönnen Sie bei den Wolfsnachweisen nachlesen.
Wolfswelpen bleiben bis zum Erreichen der Geschlechtsreife (etwa 11 bis 24 Monate) bei den Elterntieren. Ist diese erreicht, verlassen sie das elterliche Territorium auf der Suche nach einem eigenen Revier. Wegen der regelmäßigen Abwanderung der geschlechtsreifen Jungtiere und auch wegen der hohen Sterblichkeit innerhalb der ersten zwei Lebensjahre bleibt die Rudelgröße, also die Anzahl der Wölfe in einem Rudel, über die Jahre betrachtet relativ konstant. Im Durchschnitt besteht ein Wolfsrudel aus etwa acht Tieren, nämlich aus dem Elternpaar, den Welpen und den noch nicht geschlechtsreifen Jungtieren des Vorjahres.

Niedersachsen hatte sich gut vorbereitet auf die Rückkehr des Wolfes: Mit dem "Niedersächsischen Wolfskonzept" ist unter der Federführung des Umweltministeriums sowie in enger Abstimmung mit dem Landwirtschaftsministerium, der Landesjägerschaft Niedersachsen sowie verschiedenen Verbänden und beteiligten Interessengruppen ein Handlungsrahmen für den Umgang mit dem streng geschützten Wolf geschaffen worden. Das "Niedersächsisches Wolfskonzept" wird derzeit überarbeitet.

Weitere Informationen:


Niedersächsisches Wolfskonzept: Der Wolf in Niedersachsen - Umgang mit dem Wolf

Wildtiermanagement: Wolfsmonitoring und Wolfssichtungen in Niedersachsen

Wer Fragen zum Wolf hat, kann sich an einen Wolfsberater in seiner Nähe wenden. Dies gilt insbesondere für Halter von Nutztieren, die sich eine Beratung zu präventiven Maßnahmen wünschen.

Wolfssichtungen und Wolfsrisse können auch direkt an Dr. rer. nat. Britta Habbe, Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft, gemeldet werden:
E-Mail, Telefon 0511/5304318, mobil 0179/9075166

Übersicht über Nutztierrisse in Niedersachsen, bei denen der Wolf als Verursacher geprüft wird/wurde.

Das Faltblatt Wolfsbegegnung - Was nun? (Landkreises Lüneburg, 2014) informiert über das "Leben mit dem wilden Heimkehrer".

Auf der Homepage vom Kontaktbüro der Wolfsregion Lausitz gibt es ausführliche weiterführende Informationen über den Wolf.

Wolfsmonitoring

Zur wissenschaftlichen Begleitung der Ausbreitung des Wolfs gehört unter anderem die Auswertung von Fotofallen:

Wolfsnachwuchs in Niedersachsen: Wolfswelpen im Wendland. (Juli 2014)

Wolfsnachwuchs in Niedersachsen: Wolfswelpen im Wendland. (Juli 2014)

Bildrechte: Holger-Augustin

Ein sogenannter C1-Nachweis: Wolf auf dem Truppenübungsplatz Munster. (Februar 2013)

Umweltminister Stefan Wenzel übernimmt Wolfspatenschaft

Umweltminister übernimmt Wolfspatenschaft: Der NABU-Landesvorsitzende Dr. Holger Buschmann (rechts) überreichte Stefan Wenzel die Patenschaftsurkunde zusammen mit dem stellvertretenden Landesgeschäftsführer Ulrich Thüre (links). (April 2013)

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