Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

AUM-Nat; Förderschwerpunkt GL - Maßnahmen auf Dauergrünland

SAB-Logos

Die für Niedersachsen charakteristischen Grünlandtypen mit ihren Pflanzengesellschaften und Tierarten sind in den letzten Jahrzehnten infolge der Nutzungsintensivierung der Landwirtschaft sowohl im Flächenumfang, der Vielfalt als auch in der naturschutzfachlichen Qualität (z.B. Anzahl der Pflanzenarten) zurückgegangen. Dadurch geht es den Brutvögeln des Grünlandes immer schlechter!

Niedersachsen hat als das „Wiesenvogelland" Deutschlands jedoch eine besondere Verantwortung für deren Schutz und Erhaltung. Sie prägen die hiesige Vogelwelt wie sonst kaum eine andere Vogelgruppe. Hier brüten hohe Anteile der gesamtdeutschen Brutbestände von beispielsweise Bekassine, Brachvogel, Kiebitz, Rotschenkel, Uferschnepfe und Wachtelkönig.

Ziel der Agrarumweltmaßnahmen (AUM) ist es, den Lebensraum Dauergrünland mit den daran gebundenen Pflanzen und Tierarten durch kontinuierliche, naturschutzgerechte landwirtschaftliche Bewirtschaftung langfristig zu erhalten und zu entwickeln.

Es ist keine Festlegung auf nur eine ganz bestimmte Art von Dauergrünland erfolgt und somit die Förderung von Dauergrünlandflächen verschiedenster Arten möglich. Im Sinne der förderrechtlichen Definition müssen die Flächen von Gräsern oder anderen Grünfutterpflanzen dominiert werden. Grundsätzlich können im Rahmen dieses Förderschwerpunktes Borstgrasrasen, Kalkmagerrasen, Feucht- und Nasswiesen (seggen-, binsen- oder hochstaudenreich) aber auch intensiv genutztes Dauergrünland gefördert werden.

Extensives Grünland  

Die Förderung des Dauergrünlandes wird in Niedersachsen teilweise im Rahmen eines Baukastensystems sowohl vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) als auch vom Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU) im Rahmen der AUM durchgeführt.

Die Förderungen des ML bei den Fördermaßnahmen (FM) GL 1 bis GL 3 stellen dabei die Grundförderung dar, auf die die zusätzlichen Förderungen des MU aufgebaut werden können.

Auf dem gesondert zu beantragenden Erschwernisausgleich des MU baut die FM GL 4, die somit nur innerhalb hoheitlich geschützter Gebiete (z.B. Naturschutzgebiete) angeboten wird, auf.

Ohne einen Baustein des MU wird die FM GL 5 durchgeführt.

Das nachfolgende Schaubild verdeutlicht den Aufbau dieses modularen Systems.

Baukasten Dauergrünland  

Nachfolgend werden die einzelnen Grünland-Bausteine des MU (AUM-Nat FM GL 1.2, 2.2, 3.2 und 4) näher dargestellt. Weitere Details zur (Grund-)Förderung (Basis-ML FM GL 1.1, 2.1, 3.1 sowie 5) sind den Seiten des ML zu entnehmen.

Bei den jeweiligen FM GL 1 bis GL 3 werden die beiden Varianten (Basis-ML und Baustein-MU) beim Antrag, Bewilligungsbescheid bzw. bei der Auszahlungsmitteilung als eine Fördermaßnahme zusammengefasst.

Fördersystematisch wird bei den FM GL 1 bis GL 4 nach dem handlungsorientierten Prinzip und bei der FM GL 5 nach dem ergebnisorientierten Prinzip gefördert.


Der Förderschwerpunkt "Maßnahmen auf Dauergrünland" teilt sich auf in die vier Fördermaßnahmen:


Die räumliche Verteilung der bisher geförderten Flächen in diesem Förderschwerpunkt ist der folgenden Grafik zu entnehmen.

Förderschwerpunkt "Maßnahmen auf Dauergrünland (GL)"  
Bereich "Maßnahmen auf Dauergrünland (GL)"
Sonstiges

Weitere Fragen zu den konkreten Bewirtschaftungsbedingungen und Förderhöhen entnehmen Sie bitte dem zum Download beigefügten jeweiligen Merkblatt (s.o.) oder wenden sie sich an die für Sie zuständige UNB bzw. die für Sie zuständige Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.


Kühe  

Informationen insbesondere zur administrativen Abwicklung, wie z.B. zu Allgemeinen Teilnahmebedingungen, Antragsformularen, Muster für förderspezifische Aufzeichnungen einschließlich erläuterndem Merkblatt, Frage-Antwort-Katalog etc. finden Sie auf den Seiten des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.


zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln