Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Fördermaßnahme "Zusätzliche Bewirtschaftungsbedingungen zum Erschwernisausgleich" (FM GL 4)

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(Für die Fördermaßnahme (FM) kann 2017 nur im eingeschränkten Umfang ein Antrag auf Förderung gestellt werden.

Neue Anträge oder die flächenmäßige Erweiterung einer bestehenden Verpflichtung (sowohl bis zu 50 % als auch darüber hinaus) sind möglich, sofern die Bewertung der beantragten Bewirtschaftungsbedingungen nach der Punktwerttabelle (zusammen mit dem Erschwernisausgleich) auf Mineralböden eine Punktzahl von mindestens 35 Punkten bzw. auf Moorböden eine Punktzahl von mindestens 40 Punkten im Rahmen eines standardisiert regional-spezifischen Bewirtschaftungspaketes erreicht. Diese Fördermöglichkeiten bestehen auch, wenn die Bewirtschaftungsbedingung p) nach der Punktwerttabelle beantragt wird.

Die Erweiterung einer bestehenden Verpflichtung ist auch durch zusätzliche Bedingungen möglich, sofern die Bewertung der beantragten Bewirtschaftungsbedingungen nach der Punktwerttabelle die vorstehend genannten Punktzahlen für die einzelne Bodenart erreicht.

Außerdem ist die Anpassung einer bestehenden Verpflichtung mit einer zusätzlichen Bewirtschaftungsbedingung für die befristete erhöhte Wasserstandhaltung vom 01.01. bis 31.05. oder aktive Zuwässerung vom 01.03. bis 31.05. möglich.

In allen Fällen müssen die Bewirtschaftungsbedingungen jedoch von der zuständigen unteren Naturschutzbehörde durch ein Einstau- bzw. Anstauprotokoll bestätigt werden.)


In Naturschutzgebieten, in den Nationalparken „Harz" und „Niedersächsisches Wattenmeer" sowie im Gebietsteil C des Biosphärenreservats „Niedersächsische Elbtalaue" sowie in bremischen Natura 2000-Schutzgebieten oder anderen Gebieten mit hoheitlich geregelten Nutzungsauflagen für Dauergrünland besteht ein Anspruch auf Erschwernisausgleich. Aufbauend auf diesen Auflagen wird im Rahmen einer 5-jährigen Verpflichtung eine zusätzliche Förderung für weitergehende, die landwirtschaftliche Nutzung einschränkende, Bewirtschaftungsbedingungen gewährt.

Bewirtschaftung  

Welche Bewirtschaftungsbedingungen in dem jeweiligen Gebiet angeboten und kombiniert werden können, hängt von der Festlegung der Naturschutzerfordernisse zur Erfüllung des Schutzzwecks ab. Die Festlegung wird von der zuständigen UNB im Vorhinein unter Berücksichtigung der regionalspezifischen Gegebenheiten und betrieblichen Möglichkeiten getroffen.

Weitergehende Bewirtschaftungsbedingungen können u.a. sein:

  • keine maschinelle Bodenbearbeitung im Frühjahr,
  • keine Grünlanderneuerung, Nachsaat als Übersaat möglich,
  • keine chemischen Pflanzenschutzmittel,
  • keine Düngung oder deren Beschränkung,
  • keine landwirtschaftliche Nutzung im Frühjahr.

Grundlage der Bewirtschaftungsbedingungen ist eine Punktwerttabelle, die mit der die Einschränkungen der landwirtschaftlichen Nutzung agrarökonomisch bewertet und in eine Punktzahl umgewandelt werden. Je höher die Punktzahl, desto höher die Förderung.

Es ist allerdings zu beachten, dass zur Vermeidung einer Doppelförderung die in der Punktwerttabelle ausgewiesene Punktzahl für die "Beschränkung der Düngung" oder den "Verzicht auf Pflanzenschutzmittel" infolge des bereits im Erschwernisausgleich enthaltenen finanziellen Ausgleichs für diese Zwecke ggf. reduziert werden muss. Entsprechendes gilt bei der gleichzeitigen Förderung von Ökologischem Landbau (FM BV 1).

Als Beispiel ist hier eine Bewirtschaftungsvariante für die Förderung innerhalb von Schutzgebieten für das Gebiet des Landkreises Diepholz dargestellt.

Gefördert werden können Dauergrünlandflächen innerhalb einer festgelegten und jährlich angepassten Förderkulisse. Die derzeit gültige Förderkulisse können Sie hier einsehen.

Für einen zusätzlich zum saisonalen Hauptnutzungsregime durchgeführten Pflegeschnitt mit Abräumen des Mähgutes in einem bestimmten abgegrenzten herbstlichen Zeitraum wird ein jährlicher Zuschlag gewährt.

Sonstiges

Weitere Fragen zu den konkreten Bewirtschaftungsbedingungen und Förderhöhen entnehmen Sie bitte dem zum Download beigefügten jeweiligen Merkblatt oder wenden sie sich an die für Sie zuständige UNB bzw. die für Sie zuständige Bewilligungsstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.


Kühe  

Informationen insbesondere zur administrativen Abwicklung, wie z.B. zu Allgemeinen Teilnahmebedingungen, Antragsformularen, Muster für förderspezifische Aufzeichnungen einschließlich erläuterndem Merkblatt, Frage-Antwort-Katalog etc. finden Sie auf den Seiten des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.


Artikel-Informationen

15.02.2017

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