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AUM-Nat - Förderstatistik

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Die vielfältigen Angebote des Landes im Rahmen der AUM-Nat werden in Niedersachsen von den bewirtschaftenden Personen sehr gut angenommen. Im Jahr 2018 wurden knapp 1,9 % der landwirtschaftlichen Flächen, ca. 49.300 Hektar, einbezogen. Ein erneuter Anstieg des Flächenumfanges gegenüber 2017.
Geförderte Fläche in Niedersachsen in Hektar  
Förderfläche in Niedersachsen in Hektar

Fast 1.700 Betriebe beteiligten sich an den unterschiedlichen Maßnahmen. Dies ist ein Beleg dafür, dass der sogenannte "Vertragsnaturschutz" Akzeptanz in der Landwirtschaft gefunden hat.

Die im Rahmen der AUM-Nat geförderten Flächen liegen überwiegend (über 80 %) in der Kulisse des europäischen ökologischen Schutzgebietssystems "Natura 2000". Die Flächen außerhalb dienen häufig der Verbesserung von Lebensräumen der in der sogenannten EG-Vogelschutzrichtlinie aufgeführten Vogelarten (wie z.B. bei der Fördermaßnahme BS 6 - mehrjährige Schonstreifen für den Rotmilan) oder von Lebensraumtypen oder Lebensstätten der Tier- und Pflanzenarten der sogenannten FFH-Richtlinie (wie z.B. bei den Fördermaßnahmen BB 1 und BB 2 - Besondere Biotoptypen, montane Wiesen).

Die größte Fläche umfasst der Förderschwerpunkt „Nordische Gastvögel (NG)“ gefolgt von den Förderschwerpunkten „Dauergrünland (GL)“ und „Besondere Biotoptypen (BB)“:


Flächenverteilung Förderschwerpunkte (ha)  
Flächenverteilung Förderschwerpunkte (ha)
Dafür zahlt das Land Niedersachen derzeit jährlich knapp 15 Millionen Euro aus, wovon ca. 11,3 Millionen Euro aus EU-Mitteln bereitgestellt werden. Seit dem Jahr 2000 erfolgt die Kofinanzierung der AUM-Nat mit EU-Fördermitteln.
Finanzentwicklung Förderfläche  
Finanzentwicklung Förderfläche
Die AUM-Nat wird nicht in allen Regionen des Landes gleichmäßig gut angenommen. Die Schwankungsbreite ist sehr groß. Die Verteilung der Förderflächen auf das Land Niedersachsen auf Ebene der unteren Naturschutzbehörden, unterteilt nach sechs verschiedenen Gruppen, veranschaulicht die folgende Grafik:
Förderflächen gesamt AUM-Nat Niedersachsen  
Förderflächen gesamt AUM-Nat Niedersachsen

Diese zum Teil erheblichen regionalen Unterschiede können auf unterschiedliche landwirtschaftliche Nutzungs- und Ertragsmöglichkeiten, auf die unterschiedliche Ausstattung mit schutzwürdigen Lebensräumen, auf die Aktivitäten der unteren Naturschutzbehörden und auf unterschiedlichen Nutzungsdruck zurückgeführt werden.

Die unterschiedliche Verteilung der AUM-Nat-Förderflächen nach Förderschwerpunktbereichen sind den folgenden Grafiken zu entnehmen:

Förderschwerpunkt "Anlage von Blüh- und Schonflächen oder Landschaftselementen auf Ackerland (BS)"  
Förderschwerpunkt "Anlage von Blüh- und Schonflächen oder Landschaftselementen auf Ackerland (BS)
Förderschwerpunkt "Maßnahmen auf Dauergrünland (GL)"  
Förderschwerpunkt "Maßnahmen auf Dauergrünland (GL)"
Förderschwerpunkt "Maßnahmen zum Schutz Besonderer Biotoptypen (BB)"  
Förderschwerpunkt "Maßnahmen zum Schutz Besonderer Biotoptypen (BB)"
Förderschwerpunkt "Maßnahmen zum Schutz Nordischer Gastvögel (NG)"  
Förderschwerpunkt "Maßnahmen zum Schutz Nordischer Gastvögel (NG)"

Ein Überblick über die Förderflächen aller AUM im Dauergrünland mit Biodiversitätsbezug sowie des Erschwernisausgleiches sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:


Förderflächen AUM mit Dauergrünland  
Förderflächen AUM mit Dauergrünland
Die vorstehende Flächenstatistik verdeutlicht, dass ca. 9 % der gesamten Dauergünlandflächen in Niedersachsen mit Agrarumweltmaßnahmen oder dem Erschwernisausgleich gefördert wird.

Die Beteiligung der landwirtschaftlichen Betriebe am jeweiligen zusätzlichen Förderangebot bei den einzelnen Fördermaßnahmen mit dem Ziel einer verstärkten naturschutzgerechten Bewirtschaftung schwankt dabei zwischen 5 % und fast 30 %.

Der in der laufenden EU-Förderperiode erstmalig eingeführte Zuschlag bei Beteiligung der zuständigen unteren Naturschutzbehörde bei der Festlegung der räumlichen Lage der Ackerschonstreifen bzw. der Ruhezonen für Wiesenvögel ist sehr gut angenommen worden. Bei den von diesem Zuschlag profitierenden Fördermaßnahmen haben ca. 70 % der geförderten Flächen diese zusätzliche finanzielle Honorierung erhalten. Die Effektivität dieser Fördermaßnahme konnte somit ganz erheblich gesteigert werden. Die Maßnahmen erzeugen nun auch aufgrund der konkreten Lage einen signifikanten Effekt, da sie dort zur Anwendung kommen, wo sie naturschutzfachlich am sinnvollsten sind. Die Inanspruchnahmen im Einzelnen:

  • Ackerschonstreifen FM BS 3 bis 6: 81 % (alt: 73 %)

  • Ruhezone in der FM GL 22: 81 % (alt: 79 %)

  • Ruhezone in der FM NG 4: 67 % (alt: 63 %)

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Artikel-Informationen

09.11.2018

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