Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Zustandseinschätzung des Grundwassers

Für das Grundwasser wie für alle anderen Gewässer ist in der Rahmenrichtlinie die Erreichung des guten Zustands (hier: chemischer und mengenmäßiger Zustand) bis 2015 als Ziel gefordert. Bereits der Bewirtschaftungsplan 2010 hat gezeigt, dass dieses Ziel für einige Gebiete ohne weitere Maßnahmen wahrscheinlich, für andere unklar beziehungsweise unwahrscheinlich war. Bezogen auf die Landesfläche Niedersachsens waren hinsichtlich der chemischen Beschaffenheit 60 Prozent als im schlechten Zustand bewertet. Ursache hierfür waren in erster Linie die Stickstoffeinträge aus der Landwirtschaft, aber auch Grenzwertüberschreitungen für Pflanzenschutzmittel und für Cadmium. Der gute mengenmäßige Zustand wurde hingegen in allen Grundwasserkörpern erreicht. An dieser Bewertung hat sich auch im zweiten Bewirtschaftungsplan (2015) nichts Grundlegendes geändert. Das Bewertungsergebnis für die Belastung durch Nitrat ist der folgenden Karte zu entnehmen.


Umweltbericht 2015  
Karte: chemischer Zustand des Grundwassers aufgrund der Belastung mit Nitrat

Seit 2010 werden ergänzende Maßnahmen zur Reduzierung der Nitrat-Einträge durchgeführt. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen werden jedoch erst in mehreren Jahren oder Jahrzehnten im Grundwasser messbar sein.

In vier Grundwasserkörpern musste ein Risiko für den Erhalt des guten mengenmäßigen Zustands festgellt werden. Deshalb wird in diesen Gebieten ein Pilotprojekt unter Einbindung der Vor-Ort-Akteure durchgeführt, um die erforderlichen Grundlagen für die Vermeidung einer Verschlechterung zu erarbeiten.

In den Umweltkarten können Sie die Ergebnisse für jeden einzelnen Grundwasserkörper abfragen. Einen Link zum aktuellen Bewirtschaftungsplan finden Sie in der Info-Spalte links.



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