Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Chrom

Chrom (Cr) ist ein essentielles Spurenelement. Gefährdungen gehen insbesondere von der industriellen Verwendung von Chromaten aus. Der Grenzwert für Chrom nach TrinkwV (2013) beträgt 0,05 mg/l.

Dreiwertiges Chrom Cr(III) bildet im neutralen Bereich schwerlösliche Hydroxide. Unbelastete Gewässer enthalten daher nur geringe Chrom-Gehalte. Sechswertiges Chrom Cr(VI) in Form von Chromaten (CrO42-) und Dichromaten (Cr2O72-) bildet leichtlösliche, mobile Verbindungen. Entsprechende Mobilisierungsreaktionen, die eine Oxidation von Cr(III) zu Cr(VI) bewirken können, treten jedoch unter den natürlichen Bedingungen in Mitteleuropa nicht auf.

Chrom findet als Chromat vielfältige Verwendung als Farbpigment, Legierungsbestandteil, Korrosionsschutzmittel, Oxidationsmittel und Imprägnierungsmittel. Das höchste Gefährdungspotential für Gewässer resultiert aus dem Einsatz beim Gerben von Leder, in der Galvanik und bei der Holzimprägnierung. Sechswertiges Chrom wirkt aufgrund seiner oxidierenden Eigenschaften toxisch und besitzt außerdem mutagene und allergieauslösende Eigenschaften.


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