Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Wasserrahmenrichtlinie

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (RL 200/60/EG - WRRL) erfasst die Übergangsgewässer (Brackwasserzone) und die Küstengewässer bis 1 Seemeile seewärts der sogenannten Basislinie, für die chemischen Parameter ist das gesamte Hoheitsgewässer bis zur 12-Seemeilen-Grenze zu betrachten (Abb. 12). Nach den Vorgaben der WRRL wurden zwischen 2006 und 2009 für die niedersächsischen Übergangs- und Küstengewässer unter Einbeziehung der wichtigsten Wassernutzer Maßnahmenvorschläge in einer Gebietskooperation Küste erarbeitet, die in den kommenden Jahren (1. Bewirtschaftungszyklus 2010 bis 2015) umgesetzt werden sollen. Ziel ist, in den Küstengewässern einen guten ökologischen und chemischen Zustand bis zum Jahr 2015 zu erreichen, eine Fristverlängerung (2021 bzw. 2027) ist möglich. In Niedersachsen liegt der Schwerpunkt der Maßnahmenumsetzung derzeit in den Flussästuaren. Vorrangig geht es darum, mithilfe von integrierten Konzepten die durch die Seeschifffahrt verursachten anthropogen überprägten Verhältnisse so zu beeinflussen, dass Vorteile für die aquatische Umwelt möglichst unter Beibehaltung vorhandener Nutzungen erreicht werden können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bekämpfung der Eutrophierung der Küstengewässer. Dabei geht es darum, den Eintrag von Pflanzennährstoffen (Stickstoff, Phosphor) auf ein verträgliches Maß weiter zu verringern, um z.B. unnatürliche Algenblüten mit negativen Folgen für die Meeresumwelt, aber auch für den Tourismus zu verhindern. Das Kabinett hat die entsprechenden niedersächsischen Beiträge für die Bewirtschaftungspläne der Flussgebiete von Rhein, Ems, Weser und Elbe am 03.11.2009 beschlossen.

Abb.12 EG-Richtlinien und Meeresübereinkommen zum Schutz der Küstengewässer  
Abb.12 EG-Richtlinien und Meeresübereinkommen zum Schutz der Küstengewässer
Artikel-Informationen

01.03.2011

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