Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Schifffahrt, Schifffahrtswege

Die innere Deutsche Bucht ist durch ein hohes Verkehrsaufkommen gekennzeichnet. Die Großschifffahrt nutzt sie zum einen als Zufahrt zu den hier gelegenen, insbesondere auch niedersächsischen Häfen und zum anderen als Transitroute via Nord-Ostsee-Kanal (Abb. 14, Abb. 15). Zusätzlich wird dieser Verkehrsraum durch eine Vielzahl von Fischerei-, Passagier- und Sportfahrzeugen genutzt.

Abb.14 Schifffahrt  
Abb. 14 Schifffahrt
Abb.15 Verkehrsbewegungen  

Potenzielle Gefährdungen der Umwelt durch die Seeschifffahrt, besonders des empfindlichen Wattenmeeres, stellen vor allem illegale Einleitungen von Ölrückständen sowie das Risiko größerer Schiffsunfälle mit entsprechenden Auswirkungen auf die gesamte Küstenregion dar.

Die Anzahl der durch das Ölopfermonitoring erfassten verölten Trottellummen ist seit 1992 deutlich zurückgegangen (vgl. Abb 15b). Dies deutet darauf hin, dass im Laufe der Jahre deutliche Erfolge erzielt werden konnten hinsichtlich der Verhinderung der illegalen Einleitung von Ölrückständen (Ausweisung als MARPOL Sondergebiet und strengere Überwachung).


6.2_Abb15b Verölungsrate Trottellumme  

Die Ästuare von Elbe, Weser/Jade und Ems als Zufahrten zu den deutschen Seehäfen werden entsprechend den verkehrlichen und wirtschaftlichen Anforderungen unterhalten. Dazu werden die Fahrrinnen im Bedarfsfall durch Baggern auf Tiefe gehalten. Das hierbei gewonnene natürliche Sediment wird örtlich umgelagert und bleibt so dem System erhalten. Der Umfang dieser Sedimentumlagerungen ist im Verhältnis zu den in den Küstengewässern vorherrschenden natürlichen Gestaltungsvorgängen gering.

Abb-16-Mellum
Abb. 16 Mellum
Artikel-Informationen

25.09.2013

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