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Mineralische Massenabfälle

Mineralische Massenabfälle, zum Beispiel Bauschutt, Verbrennungsrückstände aus Kraftwerken und Schlacken aus der Metallerzeugung, bilden den größten Teil des Abfallaufkommens in Niedersachsen und übersteigen die Masse des Siedlungsabfalls um ein Vielfaches. Der überwiegende Teil dieser Abfälle eignet sich aufgrund seiner bauphysikalischen Eigenschaften zur Verwertung in Baumaßnahmen. Der verbleibende Anteil (ca.6 %) muss aufgrund der Schadstoffbelastung oder fehlender Eignung auf Deponien entsorgt werden. In Niedersachsen waren dies im Jahr 2016 rund 1,1 Mio. Mg. Aufgrund der mäßigen Schadstoffbelastung konnten zirka 766.000 Mg auf Deponien der Klasse I abgelagert werden. Dieses Massengerüst unterliegt zwar konjunkturbedingten Schwankungen, ist aufgrund der aufkommensseitig jedoch unveränderten Randbedingungen, so auch für die kommenden Jahre anzunehmen.

Rechnerisch ist unter Einbeziehung der bestandskräftig genehmigten, überwiegend im Bau befindlichen Kapazitäten ausreichendes Deponievolumen vorhanden. Wegen der ungleichmäßigen Verteilung der Standorte gibt es aber Regionen, z. B. im Norden Niedersachsens, in denen Deponien in ausreichender Nähe zum Abfallaufkommen fehlen.

Umweltbericht 2015  
Abb. 4: Entsorgungswege der Bau- und Abbruchabfälle in Niedersachsen 2016
Artikel-Informationen

12.12.2018

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