Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Mineralische Massenabfälle

Mineralische Massenabfälle, zum Beispiel Bauschutt, Verbrennungsrückstände aus Kraftwerken und Schlacken aus der Metallerzeugung, bilden den größten Teil des Abfallaufkommens in Niedersachsen und übersteigen die Masse des Siedlungsabfalls um ein Vielfaches. Der überwiegende Teil dieser Abfälle eignet sich aufgrund seiner bauphysikalischen Eigenschaften zur Verwertung in Baumaßnahmen. Der verbleibende Anteil (ca.10%) muss aufgrund der Schadstoffbelastung oder fehlender Eignung auf Deponien entsorgt werden. In Niedersachsen waren dies im Jahr 2012 rund 1,3 Millionen Mg. Aufgrund der mäßigen Schadstoffbelastung konnten ca. eine Million Mg auf Deponien der Klasse I abgelagert werden. Dieses Massengerüst unterliegt zwar konjunkturbedingten Schwankungen, ist aufgrund der aufkommensseitig jedoch unveränderten Randbedingungen so auch für die kommenden Jahre anzunehmen. Da die Restkapazität für die Deponierung mäßig belasteter Abfälle aktuell bei 3,6 Millionen Mg liegt, besteht ein dringender Bedarf an zusätzlichem Deponieraum der Klasse I.

Umweltbericht 2015  
Artikel-Informationen

16.02.2016

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