Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Ökologische Anforderungen bei der öffentlichen Beschaffung

Die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen für die niedersächsischen Landesbehörden erfolgt zentral durch das Logistik Zentrum Niedersachsen (LZN). Das niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU) bringt sich hinsichtlich der umweltgerechten und ökologischen Aspekte von Produkten beim LZN ein, weil nach dessen Betriebsanweisung bei Beschaffungen auch umweltgerechte und ökologische Aspekte - wie z. B. ein erteiltes Umweltzeichen - zu berücksichtigen sind. So wurde 2013 auf Initiative des MU eine weitere Optimierung beim Einsatz von Recyclingpapier in der niedersächsischen Landesverwaltung angestrebt und vereinbart. Der Anteil von Recyclingpapier in den unterschiedlichen Anwendungen der Landesverwaltung soll demnach auf bis zu 90 Prozent erhöht werden.

Mit diesem verstärkten Einsatz von Recyclingpapier anstelle von Frischfaserpapier nimmt die niedersächsische Landesverwaltung ihre Vorbildfunktion in Sachen Ressourcen- und Klimaschutz wahr und setzt in einem ersten Schritt das Ziel der Koalitionsvereinbarung zur bevorzugten Beschaffung von energieeffizienten und umweltfreundlichen Produkten um. Im Umweltministerium liegt der Einsatz von Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel" bereits bei weit über 90 Prozent, nur für wenige Vorlagen wird im Einzelfall noch „Papier holzfrei weiß" eingesetzt. Landesweit ist dieses Ziel noch nicht vollständig erreicht, befindet sich aber in der Umsetzung.

Für die Beschaffung von Dienst-Kfz sind in erster Linie wirtschaftliche Kriterien maßgeblich. Energieverbrauch und Umweltauswirkungen müssen dabei aber angemessen berücksichtigt werden. Das MU hat für seinen Geschäftsbereich weitergehende Regelungen getroffen, denn seit 2013 sind Dienst-Pkw der niedersächsischen Gewerbeaufsicht sowie des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz umweltfreundlicher. Mit einem Dreiklang aus Verbrauchssenkung, alternativen Antriebstechnologien sowie der Nutzung intelligenter Mobilitätskonzepte nimmt die niedersächsische Umweltverwaltung eine Vorbildfunktion in Niedersachsen ein. So gibt ein durch das MU an seine Dienststellen gerichteter Erlass erstmalig konkrete CO2-Obergrenzen für PKW vor, die Werte von 90 g CO2/km bei Kleinstwagen und 120 g CO2/km in der Mittelklasse vorsehen und in den Folgejahren weiter angepasst werden können.

Weiterführende Links:

http://www.nachhaltige-beschaffung.info/DE/Home/home_node.html

http://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltfreundliche-beschaffung

https://www.blauer-engel.de/


Artikel-Informationen

16.02.2016

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