Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Altöle

Für Altöle wurden bereits 1975 und erstmals in der EU verbindliche Regelungen über den Umgang mit gebrauchten Produkten getroffen. Grund war die - durch die flüssige Konsistenz von Altölen - besonders umweltschädliche Wirkung auf Grund,- und Oberflächenwasser sowie den Boden. Die weitverbreitete „Entsorgung über den Gully" gab europaweit Anlass zur Besorgnis.

Die Altölrichtlinie beinhaltete bereits damals einen Vorrang der stofflichen Verwertung von Altölen durch Aufbereitung vor der Verbrennung.

Die Altölrichtlinie wurde in Deutschland durch die Altölverordnung von 1987, novelliert 2002, in nationales Recht umgesetzt. Sie enthält eine Vorrangregelung für die Aufbereitung von Altölen zu Basisöl mittels Raffination und macht dafür Qualitätsvorgaben. Es gilt ein Vermischungsverbot von Altölen mit anderen Abfällen und ein Getrennthaltungsgebot für besonders umwelt- und gesundheitsschädliche PCB-haltige Altöle.

Die Altölrichtlinie ist in die novellierte Abfallrahmenrichtlinie vom 19. Dezember 2008 integriert worden (Artikel 21) und wurde mit Wirkung zum 12. Dezember 2010 aufgehoben. Somit unterliegt die Entsorgung von Altölen bezüglich des Vorranges der unterschiedlichen Verfahren - wie alle anderen Abfälle auch - der 5-stufigen Abfallhierarchie.

www.bmub.bund.de/P602/


Artikel-Informationen

16.02.2016

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