Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Restabfallbehandlung und -beseitigung

Abfälle, die nicht verwertet werden können, werden als Restabfälle bezeichnet und müssen ordnungsgemäß beseitigt werden. Restabfälle mit hohem organischem Anteil werden entweder thermisch oder mechanisch-biologisch behandelt. Von den anfallenden Restabfällen werden zirka 50 Prozent in thermischen Behandlungsanlagen in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Sachsen-Anhalt sowie zirka 39 Prozent in mechanisch-biologischen Anlagen behandelt. Zirka 11 Prozent des Restabfalls erfüllen die Anforderungen der Deponieverordnung und werden direkt abgelagert. Für die Restabfallbehandlung stehen in Niedersachsen acht mechanisch-biologische Anlagen (MBA), eine mechanisch-biologische Stabilisierungsanlage (MBS) und fünf Müllverbrennungsanlagen (MVA) zur Verfügung. Zusätzlich werden von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern weitere Müllverbrennungsanlagen außerhalb Niedersachsens genutzt.

Die in den MBA separierten heizwertreichen Fraktionen werden als Ersatzbrennstoff in Kraftwerken, in der Zementindustrie eingesetzt oder in MVA zur Energiegewinnung genutzt.

Für die Ablagerung deponiefähiger Abfälle stehen in Niedersachsen 28 betriebene und öffentlich zugängliche Deponien der Klassen I und II zur Verfügung.

Während es langfristig ausreichendes Deponievolumen der Klasse II für höher belastete Abfälle gibt, liegt die Restkapazität für mäßig belastete Abfälle aktuell bei 3,6 Millionen Tonnen. Daraus ergibt sich ein dringender Bedarf an zusätzlichem Deponieraum der Klasse I.

Weitere Informationen finden sich unter www.umwelt.niedersachsen.de > Themen > Abfall > Bilanzen & Pläne > Teilplan Siedlungsabfälle und nicht gefährliche Abfälle


Umweltbericht 2015  
Artikel-Informationen

16.02.2016

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln