Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Nationales Entsorgungsprogramm (NaPro)

Die EU-Richtlinie 2011/70/Euratom vom 19. Juli 2011 verpflichtet alle Mitgliedsstaaten, der Kommission erstmals bis zum 23. August 2015 unter anderem einen Bericht über ihre Entsorgungsstrategie für abgebrannte Brennelemente und radioaktiven Abfall vorzulegen. Am 12. August 2015 hat die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks das Konzept der Bundesrepublik Deutschland, das sog. Nationale Entsorgungsprogramm, öffentlich vorgestellt. Der Bericht gilt als vorläufig, da sich insbesondere aufgrund von Empfehlungen der Atommüllkommission noch wesentliche Änderungen für die Strategie ergeben könnten. Fortschritte oder Änderungen müssen der Kommission alle drei Jahre berichtet werden.

Ergänzend zum NaPro hat der Bund eine Übersicht mit dem aktuellen Bestand und einer Prognose für abgebrannte Brennelemente sowie radioaktive Abfälle, einen Durchführungsbericht zur Umsetzung der EU-Richtlinie und einen Bericht über Kosten und Finanzierung der Entsorgung vorgelegt.

Laut NaPro sollen an zwei Standorten Endlager errichtet werden. Der bestmögliche Endlagerstandort für insbesondere hochradioaktiven Abfall muss nach dem Standortauswahlgesetz erst noch ermittelt und festgelegt werden. Die Schachtanlage Konrad, ein stillgelegtes Eisenerz-Bergwerk bei Salzgitter, wird derzeit zum Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Abfall umgerüstet.


Artikel-Informationen

16.02.2016

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