Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

CASTOR-Stopp

Zwölf Transporte mit insgesamt 108 Castor-Behältern aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague in das Zwischenlager Gorleben haben in den Jahren 1996 bis 2011 zu schweren Auseinandersetzungen im Wendland und zu immensen Kosten für Niedersachsen geführt. Damit liegt die Hauptlast für die Zwischenlagerung des hochradioaktiven Abfalls aus wiederaufgearbeiteten Brennelementen, die in sieben Bundesländern mit Atomkraftwerken genutzt wurden, bis zum heutigen Tage bei Niedersachsen.

Bereits unmittelbar nach Amtsübernahme im Frühjahr 2013 hat die rot-grüne niedersächsische Landesregierung durchgesetzt, dass keine weiteren CASTOR-Transporte mehr nach Gorleben stattfinden. Am 13. Juni 2013 beschlossen die Bundeskanzlerin sowie die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder, eine Änderung des Atomgesetzes zu initiieren. Danach sind die Betreiber nunmehr verpflichtet, die restlichen aus der Wiederaufarbeitung im Ausland zurückkehrenden Castorbehälter in standortnahen Zwischenlagern unterzubringen.

Die Landesregierung ist im Sinne einer gerechten und nachhaltigen Lösung des CASTOR-Problems der Auffassung, dass die restlichen noch aus der Wiederaufarbeitung zurückzuführenden 26 CASTOR-Behälter auf die Länder verteilt werden müssen, in denen die Atomkraftwerke über viele Jahre genutzt wurden. Sie begrüßt daher das Konzept des Bundesumweltministeriums, nach dem im Standortzwischenlager Philippsburg in Baden-Württemberg die fünf Behälter mit verglasten mittelradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung in Frankreich aufbewahrt werden sollen. Auf die Zwischenlager an den Standorten Biblis (Hessen), Brokdorf (Schleswig-Holstein) und Isar (Bayern) sollen die insgesamt 21 Castoren mit verglasten hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung in Sellafield verteilt werden.


Artikel-Informationen

16.02.2016

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