Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Schacht Konrad

Zwanzig Jahre lagen zwischen der Antragstellung und dem Planfeststellungsbeschluss, der für die Umrüstung von Schacht Konrad zum Endlager am 22. Mai 2002 vom Niedersächsischen Umweltministerium erteilt wurde. Nach Abschluss der Klageverfahren wurde 2008 mit der Umrüstung des Bergwerkes durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Betreiber des Endlagers begonnen.

Die Konzepte stammen allerdings noch aus den 80er Jahren, Antragsunterlagen aus den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Bei einem viele Jahrzehnte umfassenden Vorhaben wie der Errichtung, einer 40-jährigen Betriebsdauer und der Schließung des Endlagers, kommt es zu bedeutenden Entwicklungen und Erkenntnissen auf dem Gebiet von Wissenschaft und Technik.

Aus diesem Grund hat sich Umweltminister Wenzel an das BfS gewandt und die Berücksichtigung dieser neuesten Standards eingefordert. Es geht insbesondere darum, den damals geführten Langzeitsicherheitsnachweis zu hinterfragen, aber auch Möglichkeiten einer Fehlerkorrektur oder Rückholbarkeit zu berücksichtigen. Punkte, die bei der neuen Endlagersuche etabliert sind.

Der Bund hat in seinen jüngsten Aussagen betont, die neuen Aspekte von Wissenschaft und Technik bei der Umrüstung zum Endlager einzubeziehen, aber auch die Fertigstellung zügig voranzubringen. Der Fertigstellungstermin wurde aktuell nicht vor dem Jahr 2022 angekündigt.

Ausgelöst durch unterschiedliche Terminprognosen des Bundes bezüglich einer Inbetriebnahme des Endlagers Konrad herrscht bei den Ländern seit längerem Unsicherheit bezüglich der Frage, wann die ersten radioaktiven Abfälle aus den dortigen Zwischenlagern und Landessammelstellen an das Endlager Konrad abgegeben werden können. Die Lagerkapazitäten einiger Zwischenlager sind aufgrund der verzögerten Fertigstellung mittlerweile erschöpft.


Artikel-Informationen

16.02.2016

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