Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Biomasse

Die Biomasse ist im Gegensatz zur Windenergie und zur Fotovoltaik nicht wetterabhängig, sie ist lager- und in der Regel speicherfähig. Die biologischen und anderen Umwandlungsprozesse zur Biogaserzeugung können praktisch das ganze Jahr über rund um die Uhr ablaufen. Damit ist die Biomasse prinzipiell geeignet, einen Teil der Grundlast beim Energieverbrauch zu decken. Auch die CO2 -Minderungskosten der Bioenergie sind vergleichsweise günstig. Biomasse kann auch als alternativer Kraftstoff eingesetzt werden. Dazu gehören Biodiesel aus Raps, Ethanol und Biomethan sowie synthetische Kraftstoffe.

Ende 2013 bestanden im Bereich der Bioenergie 1.676 Anlagen zur Gewinnung elektrischer Energie aus Biomasse mit einer aggregierten Leistung von ca. 1.025 MW. Gegenüber 2012 nahm die installierte Leistung damit um rund neun Prozent zu.

Für ein großes Flächenland wie Niedersachsen mit seiner hochproduktiven Landwirtschaft ist die Biomassenutzung hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Klimaschutz, die Ressourcenschonung und nicht zuletzt als Einkommensalternative für Landwirte von großer Bedeutung. Der weitere Bau von Biogasanlagen stößt allerdings an seine Grenzen. Einerseits stehen nur begrenzte Flächen für die in Konkurrenz stehende Nahrungsmittel- und Energiepflanzenproduktion zur Verfügung. Andererseits kann eine weitere Ausweitung der Energiepflanzenproduktion zu mehr Belastungen für Natur und Gewässer führen.

Ziel ist es, sehr differenzierte Pflanzenarten und Fruchtfolgen mit Mais, Sonnenblumen, Hirse, Wintergetreide und Leguminosen einzusetzen, und damit die bestehenden Fruchtfolgen zu erweitern. Hier bietet sich die Chance, auch beim Energiepflanzenanbau Auswirkungen auf die Artenvielfalt zu minimieren. Darüber hinaus ist es erforderlich, den Einsatz von landwirtschaftlichen Nebenprodukten und biogenen Abfällen, soweit sie geeignet sind, zu verstärken.


Artikel-Informationen

16.02.2016

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