Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Wasserkraft und Geothermie

Die Nutzung der Wasserkraft gehört zu den traditionell ältesten Formen der Nutzung der erneuerbaren Energien. Der Vorteil der Stromerzeugung aus Wasserkraft ist, dass sie eine stetige Stromerzeugung ermöglicht.

Wasserkraft hat eine sehr hohe Jahresverfügbarkeit mit höchsten Anteilen im Winter zu Zeiten der höchsten Nachfrage und kann damit zur Grundlastdeckung beitragen. In Niedersachsen gibt es rund 250 Anlagen, die Strom mittels Wasserkraft erzeugen. Ihre installierte Leistung beträgt rund 60 Megawatt. In Niedersachsen werden etwa 0,4 Prozent der Stromerzeugung aus Wasserkraft gedeckt; die Möglichkeiten gelten in Niedersachsen als weitgehend ausgeschöpft.

Damit spielt die Wasserkraft im Rahmen der Nutzung regenerativer Energiequellen in Niedersachsen quantitativ nur eine sehr geringe Rolle. So waren in 2013 Anlagen mit einer elektrischen Leistung von rund 79 MW installiert. Gegenüber 2012 nahm die installierte Leistung damit um etwas weniger als 7 Prozent zu.

Die Geothermie ist ein zukunftsfähiger Energieträger, der klimaschonend, grundlastfähig, dezentral, im eigenen Land verfügbar und praktisch unerschöpflich ist. Die Entwicklung der oberflächennahen Geothermie (Erdwärmesondenanlagen) weist seit über zehn Jahren bundesweit mittlere jährliche Zuwachsraten von fast 25 % auf. Entsprechend den Anzeigen beim LBEG wurden im Zeitraum von 2006 bis 2014 bis zu 1.900 angezeigte Erdwärmesondenbohrungen pro Jahr verzeichnet. Schätzungsweise hat sich die Anzahl der Anlagen zur Nutzung oberflächennaher Geothermie von etwa 6.000 im Jahr 2010 auf über 10.000 im Jahr 2014 erhöht.

Artikel-Informationen

16.02.2016

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