klar

Treibhausgasreduzierung

Über 70 Prozent der niedersächsischen Treibhausgasemissionen sind energiebedingt, sie entstehen in den Sektoren Energiewirtschaft, Verkehr, Industrie sowie Haushalte/Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD). (s. Abbildung 3). Daher heißt Klimaschutz vor allem, den Umgang mit Energie zu verändern. Energie sparen, Energieeffizienz steigern und Erneuerbare Energien ausbauen sind die Schlüsselbegriffe einer verantwortungsbewussten, klimafreundlichen Energiepolitik.

Weitere 17 Prozent der Treibhausgasemissionen in Niedersachsen entstehen im Sektor Landwirtschaft (ohne Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft (LULUCF)). Auch hierauf müssen sich die Minderungsanstrengungen konzentrieren, um die anspruchsvollen Klimaschutzziele zu erreichen. Die Moore, die in der obigen Grafik nicht enthalten sind, bedürfen wegen ihrer Bedeutung für den Klimaschutz einer eigenen Betrachtung (siehe Kapitel xy, Seite xy).

Im Jahr 2014 lagen die energiebedingten CO2-Emissionen in Niedersachsen nach der Quellenbilanz bei rund 66,48 Mio. Tonnen. Der Ausstoß in 2014 lag damit um etwa 14 % unter dem im Referenzjahr 1990, als 77,1 Mio. Tonnen freigesetzt wurden.

Die emissionssteigernden Effekte konnten seit 1990 durch emissionsmindernde Entwicklungen überkompensiert werden. Zu letzteren gehören eine verbesserte gesamtwirtschaftliche Energieproduktivität, der verstärkte Einsatz emissionsärmerer Primärenergieträger sowie der zunehmende Anteil Erneuerbarer Energien.

Die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen in Niedersachsen soll bis zum Jahr 2030 stufenweise um mindestens 50 Prozent im Vergleich zu den Gesamtemissionen im Jahr 1990 reduziert werden. Bis zum Jahr 2050 wird eine stufenweise Reduktion um mindestens 80 bis 95 Prozent gegenüber den Gesamtemissionen des Jahres 1990 angestrebt. Weitere Zwischenziele wurden für das Jahr 2020 (minus 34 Prozent) und 2040 (minus 68 Prozent) avisiert[NG(1].

Für den Zeitraum bis zum Jahr 2030 wird eine Reduktion der Treibhausgasemissionen der Landesverwaltung um 70 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 angestrebt. Bis zum Jahr 2050 soll eine weitestgehend klimaneutrale Landesverwaltung erreicht werden.

[NG(1]Es gibt - außer den Positionen des Leitbildes - noch keine Beschlussfassung des Landesregierung dazu.


Artikel-Informationen

17.10.2017

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln