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Klimawandel

Der Mensch beeinflusst das Klima – dieser Zusammenhang ist unumstritten. Das hat der Weltklimarat (IPCC) mit seinem Sonderbericht im Oktober 2018 erneut bestätigt. Der anthropogen verursachte Treibhauseffekt ist ein globales Problem mit regionalen Verursachern und Folgen. Aufgrund des Anstieges der Konzentrationen der Treibhausgase in der Atmosphäre ist die globale Mitteltemperatur seit 1880 um etwa 1,0 Grad Celsius gestiegen.

Die Klimaänderungen haben neben weitreichenden Auswirkungen auf die Ökosysteme auch wirtschaftliche und soziale Folgen. Extremwetterereignisse wie Hitzeperioden, Dürren, Stürme, oder Starkniederschläge verdeutlichen die Folgen des Klimawandels, denn sie verursachen häufig größere Schäden mit gravierenden Folgen für Mensch und Umwelt. Niedersachsen ist als Agrar- und Küstenland besonders von den Folgen der Erderwärmung betroffen.

Auch in Niedersachsen zeigt sich der Klimawandel immer deutlicher: Ausweislich des gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst DWD und dem Ministerium im Jahr 2018 herausgegebenen „Klimareport Niedersachsen“ zeigt sich im Zeitraum 1881 bis heute eine Temperaturzunahme von etwa 1,5 °C. Auch der vieljährige Mittelwert der Referenzperiode 1961 bis 1990 von 8,6 °C ist mittlerweile auf 9,3 °C im aktuellen 30-jährigen Bezugszeitraum 1981 bis 2010 gestiegen. 2014 war mit einer Mitteltemperatur von 10,8 °C das bisher wärmste Jahr in Niedersachsen. Dabei wiesen Winter und Frühjahr überproportional starke Anstiege auf.

Jahresmittel der Temperatur (Gebietsmittelwerte) von 1881-2017
Jahresmittel der Temperatur (Gebietsmittelwerte) von 1881-2017

Auch bei den Niederschlägen zeigt sich ein ansteigender Trend: die Jahresniederschlags-summen sind von 1881 bis heute um knapp 100 mm gestiegen. Die Zunahme zeigt sich besonders im Herbst und Winter. Gleichzeitig sind trockenere Frühjahre und Sommer mit einzelnen Starkregenfällen zu beobachten.

Von der Höhe, Verteilung und Intensität der Niederschläge hängt es ab, ob beispielsweise genug Wasser für Pflanzenwachstum zur Verfügung steht, ob Dürren oder Überschwemmungen und Hochwasser herrschen. Das Gebietsmittel der Jahressummen des Niederschlags für Niedersachsen beträgt rund 730 mm. Es zeigt seit 1881 einen ansteigenden Trend, jedoch auch eine große Veränderlichkeit von Jahr zu Jahr. Das höchste Flächenmittel wurde 2007 mit 1007 mm (entspricht Liter/m2) ermittelt, während im Jahr 1959 mit 404 mm der niedrigste Wert auftrat. Das 30-jährige Mittel 1961–1990 beträgt 746 mm, im Zeitraum 1981–2010 liegt es höher mit einem Mittelwert von 787 mm.

Im Trend gibt es für Niedersachsen im Zeitraum 1881 bis heute einen Zuwachs in der Jahressumme von knapp 100 mm.


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Artikel-Informationen

12.12.2018

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