Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Klimawandel

Der Klimawandel ist Realität - und hauptverantwortlich ist der Mensch. Das hat der Weltklimarat (IPCC Ende 2014) erneut bestätigt. Der anthropogen verursachte Treibhauseffekt ist ein globales Problem mit regionalen Verursachern und Folgen. Aufgrund des Anstieges der Konzentrationen der Treibhausgase in der Atmosphäre ist die globale Mitteltemperatur seit 1880 um etwa 0,85 Grad Celsius gestiegen.

Die Klimaänderungen haben neben weitreichenden Auswirkungen auf die Ökosysteme auch wirtschaftliche und soziale Folgen. Die Veränderungen sind eher schleichend und von großen Teilen der Bevölkerung noch unbemerkt. Zudem erfolgen sie nicht lokal begrenzt, sondern weltweit mit unterschiedlichen Intensitäten. Lediglich die Extremwetterereignisse wie Stürme, Hitzeperioden oder Starkniederschläge verdeutlichen die Folgen des Klimawandels, denn sie verursachen häufig größere Schäden mit gravierenden Folgen für Mensch und Umwelt.

Auch in Niedersachsen sind der Klimawandel und seine Folgen bereits messbar. Die Analyse des heutigen Klimas und bereits nachweisbarer Entwicklungstrends des Klimas für Niedersachsen basiert überwiegend auf den langjährigen Messwerten der Klima- und Niederschlagsmessstationen des Deutschen Wetterdienstes. Diese Daten wurden und werden zusätzlich regional von unterschiedlichen Institutionen des Landes ausgewertet sowie durch das Projekt Klimafolgenforschung in Niedersachsen (KLIFF).

Messungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigen seit 1881 eine Temperaturzunahme von etwa 1,2 °C für Niedersachsen. Damit steigt die Temperatur schneller als im globalen Mittel mit 0,85 °C. Dabei wiesen Winter und Frühjahr überproportional starke Anstiege auf.

Umweltbericht 2015  

Auch bei den Niederschlägen zeigt sich ein ansteigender Trend, insbesondere im Herbst und Winter. Das höchste Flächenmittel wurde für Niedersachsen, Bremen und Hamburg 2007 mit 1.007 mm ermittelt, während im Jahr 1959 mit 404 mm der niedrigste Wert auftrat.

Von der Höhe, Verteilung und Intensität der Niederschläge hängt es ab, ob beispielsweise genug Wasser für Pflanzenwachstum zur Verfügung steht, ob Dürren oder Überschwemmungen und Hochwasser herrschen. Mit 736 mm pro Quadratmeter liegt die langjährige mittlere jährliche Niederschlagshöhe in Niedersachsen um 43 mm unter der Deutschlands. Deutlich ist eine Abnahme der Niederschlagshöhen vom Westen zu den östlichen Teilen Niedersachsen erkennbar, dies spiegelt den abnehmenden maritimen Einfluss wider.

Umweltbericht 2015  
Artikel-Informationen

19.02.2016

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