Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Grundlagen

Schall gehört zu unserer natürlichen Umwelt. Er dient uns zur Orientierung in unserem Umfeld, zur Erkennung von Gefahren und zur Kontrolle von Tätigkeiten. Schall wird als Lärm bezeichnet, wenn er Menschen beispielsweise in ihrer Hörfähigkeit, Kommunikation oder Rekreation beeinträchtigt. Das Ausmaß der Beeinträchtigungen hängt nicht nur von den akustischen Schall­eigen­schaften ab, sondern auch von einer Vielzahl weiterer Faktoren. Hierzu zählen z. B. situative Merkmale, wie der Ort und Zeitpunkt der Schalleinwirkungen, individuell-subjektive Faktoren, wie die körperliche und seelische Verfassung der Menschen, sowie Gewöhnung oder Sensibilisierung. Die nichtakustischen Faktoren können die individuellen Reaktionen auf Lärm stärker beeinflussen als die akustischen.

Bei der Beurteilung von Schallimmissionen geht es darum, das Ausmaß der Lärmwirkungen mithilfe objektivierbarer Einflussfaktoren zu schätzen und Aussagen zu treffen, ob ange­strebte Schutzziele, zum Beispiel die Vermeidung erheblicher Belästigungen oder die Gewähr­leistung einer guten Sprachverständlichkeit, erreicht werden. Unabhängig vom subjektiven Empfinden erhöhen sich die Gesundheitsrisiken für die Menschen bei Überschreiten von bestimmten Pegeln.

Beispiele für Umweltgeräusche mit ihren Schalldruckpegeln und ihren Wirkungen sind in der Abbildung 01 dargestellt.


Umweltbericht 2015  

Der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen (RSU) weist darauf hin, dass äquivalente Dauer­schallpegel von 65 Dezibel tagsüber und 55 Dezibel (dB) nachts nur als "Nahziel für den vor­beugenden Gesundheitsschutz und zum Schutz gegen erhebliche Belästigung" betrachtet werden kön­nen. Nach der WHO sollten "Vorsorgezielwerte" von 55/45 dB (tags/nachts) angestrebt werden.


Artikel-Informationen

17.02.2016

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