Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz klar

Ozon

Ozon (O3) ist ein natürlicher gasförmiger Bestandteil unserer Luft. Es hat in Bezug auf den Menschen zwei unterschiedliche Einflüsse. Das Ozon in der Stratosphäre schützt das Leben auf der Erde vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne. Das bodennahe Ozon, mit dem Menschen, Pflanzen und Tiere in direktem Kontakt kommen, ist ein aggressives Gas, das in höheren Konzentrationen die Atemwege reizt, die Lunge schädigt und auch zu Ernte-, Wald- und Materialschäden beiträgt.

Die mittlere Belastung durch bodennahes Ozon war im Zeitraum 2004 bis 2014 in etwa gleichbleibend. Meteorologisch bedingt treten von Jahr zu Jahr geringfügige Unterschiede auf. Die höchsten Ozonwerte werden im Allgemeinen im verkehrsfernen ländlichen Raum gemessen (z. B. Ostfriesische Inseln und Wurmberg). Überschreitungen der Alarm- und Informationsschwelle wurden in den letzten Jahren selten, in 2014 gar nicht beobachtet. Die zulässige Anzahl der Tage mit Überschreitungen des Achtstundenmittelwertes für Ozon von 120 μg/m³ (25 Tage pro Jahr gemittelt über die letzten drei Jahre) wurde im Jahr 2014 nicht überschritten (Abbildung 6). Eine Ausnahme bildete hier in den vergangenen Jahren die Station Wurmberg. Auftretende Ozon-Maxima sind stark von der Intensität der Sonneneinstrahlung abhängig. Unterschiede in der Witterung in den Sommermonaten von Jahr zu Jahr sind somit auch ein Grund für die Schwankungen der Häufigkeit erhöhter Ozonwerte.


Umweltbericht 2015  
Artikel-Informationen

16.02.2016

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